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Die Welt: „Mehr als 47.000 Digital-Abos“

Anfang des Jahres traute sich die Welt als erste nationale deutsche Zeitung auf seiner Webseite – zumindest teilweise - die Bezahlschranke runter zu lassen. Seit dem wartet die Branche mit Spannung auf eine erste Bilanz. Immerhin geht es um einen ersten Fingerzeig, ob sich auch hierzulande mit Paid-Content Geld verdienen lässt. Jetzt endlich verrät Springer erste Zahlen – und die machen Mut. Innerhalb eines halben Jahres soll die Welt mehr als 47.000 digitale Abonnenten gewonnen haben.

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Dieser Abonnenten-Stamm entspreche bereits über 20 Prozent der Print-Auflage (IVW II/2013: 227.248 Exemplare). Zudem rechnen die Berliner vor, dass sich rund 27.000 Print-Abonnenten zusätzlich über ihr Markenabonnement für die digitalen Angebote freigeschaltet hätten.
Für Springer ist der Fall klar: Dies Zahlen belegen, dass es eine Zahlungsbereitschaft für Journalismus auch in der digitalen Welt gibt. Zudem spreche der Erfolg für das gewählte Metered-Model. Heißt: Bei Welt Online sind die ersten 20 Text kostenlos, erst wer mehr lesen will, muss zahlen. So sei es zusätzlich gelungen, die Reichweite von Welt Online nicht nur unverändert hochzuhalten, sondern sogar noch zu steigern.

Laut IVW kam Welt Online im Juni über 49,42 Millionen Visits. Im Januar lag dieser Wert noch bei 43.12 Millionen. Nach eigenen Angaben erreichen die Berliner mit allen ihren Angeboten, Digital wie Print, zusammen pro Tag 1,42 Millionen Nutzer.

„Das erste halbe Jahr mit unserem Bezahlmodell werten wir als sehr ermutigend", kommentiert Verlagsgeschäftsführerin Stephanie Caspar. "Wir erzielen auch digital bereits signifikante Vertriebserlöse – und dies bei weiter wachsenden Werbeeinnahmen. Damit sehen wir uns mit unserer Digitalisierungsstrategie auf dem richtigen Weg".

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Überraschend gering ist der Anteil der Leser, die nach der Testphase ihr Abo nicht verlängerten. So sollen sich – laut Chefredakteur Jan-Eric Peters – mehr als Dreiviertel der Nutzer für die Fortführung des Abonnements entscheiden haben. Das zeige sehr gut, "dass der Journalismus der Welt für viele Menschen einen Wert hat“.

Noch freut man sich allerdings recht Verhalten bei Springer. Caspar gibt durchaus zu, dass es "noch zu früh" sei, "um beurteilen zu können, wie sich digitale Abo-Angebote langfristig entwickeln. Aber die erste Zwischenbilanz ist sehr positiv und ermutigt uns, das Experiment fortzusetzen.“

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