Sky steht kurz vor Break-Even

Passend zum Start der neuen Bundesliga-Saisons kann Sky Deutschland mit geschwellter Brust auflaufen. Nach schwierigen Jahren als Pay-TV-Sender Premiere nähert sich das Unternehmen aus Unterföhring dem Break-Even. Für das zweite Quartal verzeichnet die Bilanz nur noch ein Minus von 900.000 Euro. Im Vorjahr fehlten unterm Strich noch 13,8 Millionen Euro bis zur Null. Hauptumsatzbringer in diesem Quartal seien die Einnahmen aus den Abonnements gewesen.

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Insgesamt stieg der Umsatz von Sky Deutschland im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 375,4 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Die Hauptumsatzquelle aus den Abonnement-Einnahmen kletterte um 16 Prozent auf 347 Millionen Euro (Vorjahr: 300 Mio. Euro). Insgesamt beliefert Sky mittlerweile rund 3,45 Millionen Kunden.
Auch im zweiten Quartal dieses Jahres haben sich die Erlöse schneller erhöht als die Kosten, die ohne Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent auf 338,6 Millionen Euro angestiegen sind.
Das operative Ergebnis (EBITDA) steigerte sich im zweiten Quartal um 60 Prozent auf 36,8 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen, aber nach Abschreibungen (EBIT) stieg um rund 151 Prozent auf 14,8 Millionen Euro. Nach Steuern blieb ein Minus von rund 0,9 Millionen Euro.
Der Kostenvergleich mit dem Vorjahr erweise sich laut Sky als schwierig, da 2013 in allen Fußball-Wettbewerben ein Spieltag vom ersten in das zweite Quartal verschoben wurde.
Auf Halbjahressicht verbesserten die Münchener ihren Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60,1 Millionen Euro auf ein Plus von 42,6 Millionen Euro. Im Vorjahr fuhr Sky noch Verluste von 17,5 Millionen Euro ein. 
Die guten Ergebnisse lassen den Vorstandsvorsitzenden Brian Sullivan optimistisch auf die zweite Hälfte des Jahres blicken, heißt es in einer Mitteilung. Das Unternehmen gehe davon aus, auch für das Gesamtjahr ein positives EBITDA zu erreichen. Dazu sollen Maßnahmen wie der Ausbau des Live-Sport-Angebotes beitragen, mit denen Sky seine Reichweiten erhöhen will. Unter anderem verlängerte der Sender dazu seine Exklusivvereinbarungen mit der englischen Premier League, die auch die Verbreitung über das Internet mit Sky Go umfasst. Zudem will Sullivan bei US-Sportfans punkten. Am 1. August startete Skys Sport1 US HD mit Live-Übertragungen von Sportereginissen wie die der NFL, der NBA und sogar College-Football.

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