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ZDF zeigt Gladbeck-Doku

Vor knapp 25 Jahren begann das Geiseldrama von Gladbeck mit einem Banküberfall. Das Ende war blutig - und die Medien waren präsent wie nie: Reporter setzten sich zu den Tätern ins Auto und interviewten sie, Ü-Wagen nahmen die Verfolgung auf. Das ZDF zeigt jetzt eine Doku, die den Fall so genau wie möglich rekonstruiert.

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25 Jahre nach dem Gladbecker Geiseldrama zeigt das ZDF in der Doku-Reihe "ZDF-History" am Sonntag eine Dokumentation über einen der spektakulärsten Kriminalfälle Deutschlands: "Das Geiseldrama von Gladbeck". Uli Weidenbach rekonstruierte das Geschehen anhand der Aussagen von damals Beteiligten. Zu Wort kommen unter anderem die Mutter der getöteten Silke Bischoff und die zweite Geisel Ines Falk, sowie Spezialkräfte der Polizei.
Im August 1988 begann mit einem Banküberfall im nordrhein-westfälischen Gladbeck eine der spektakulärsten Geiselnahmen der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Drei Tage lang hielten die Täter, Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner, Deutschland in Atem. Die Öffentlichkeit war fast immer "live" dabei. Manche Journalisten setzten sich zu den Geiselnehmern ins Auto und interviewten sie, fuhren sogar ein Stück mit. Eine moralische Grenzüberschreitung, wie es sie hierzulande wohl noch nie gegeben hat und auch nie wieder gab.
Auch die Rolle von Politik und Polizei ist bis heute strittig: Kompetenzgerangel und weitere Pannen verhinderten einen frühzeitigen Zugriff. Am Ende starben zwei der (zeitweise) über dreißig Geiseln: der 15-jährige Emanuele De Giorgi und die 18-jährige Silke Bischoff.
Die ZDF-Doku zeigt "Das Geiseldrama von Gladbeck" am Sonntag, 11. August 2013, 23.35 Uhr

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