Anzeige

Springer startet Bundesliga bei Bild

Ab jetzt gilt es: Seit Montagnachmittag ist Bundesliga bei Bild, das wohl ehrgeizigste deutsche Webprojekt des Jahres, online. Obwohl noch nicht die erste Hauptrunde im DFB-Pokal ganz zu Ende gespielt ist, lässt sich ab sofort bei Springers Boulevard-Portal das Fußball-Abo buchen. Zum Start gibt es die Bewegtbildberichte der Bundesliga für nur 99 Cent, zusätzlich zum normalem Bildplus-Preis. Allerdings müssen die Fans noch bis zum Wochenende warten, bis es tatsächlich auch frischen Liga-Video-Content gibt.

Anzeige
Anzeige

Die Springer-Bewegtbild-Offensive in Sachen Web und Bundesliga hat in den vergangenen Tagen durch den Ärger mit Sky und der neuen Sky-Sport-HD-App noch einmal zusätzlich richtig Pfeffer bekommen. Seit Donnerstag beschäftigt die Kommentatoren – wie auch die Fußball-Liga – die Frage, ob und wie die neue Konkurrenz-Applikation des Bezahlsenders die Pläne des Berliner Verlages tangiert.

Die obere Hälfte der neuen Bundesliga bei Bild-Seite

Das Springer-Konzept ist grundsätzlich einfach: Vom 9. August an zeigt das Boulevard-Portal jeweils 65 Minuten nach Abpfiff einer Partie einen Spielbericht zu jedem Match der ersten und zweiten Bundesliga. Die Zusammenfassungen wird es in zwei Längen geben: einmal über 90 Sekunden und einmal mit bis zu sechs Minuten. Sollte eine Partie allerdings gähnend langweilig sein, „schrecken wir auch nicht davor zurück, den Beitrag kürzer zu halten“, erklärt Starck. Ab Montag 0.00 Uhr können dann alle Nutzer kostenlos auf die Spielberichte zugreifen.

Produziert werden die Zusammenfassungen von Plazamedia mit Unterstützung von Sport1. Kommentatoren wie Jörg Dahlmann oder Hansi Küpper stehen für solide, aber auch bekannte Qualität. Bei den Berichten wird es also kaum Experimente oder gar Revolutionäres geben. Als klaren Unterschied zur "Sportschau" sehen die Macher, dass sie sich auf den rollenden Ball konzentrieren wollen. Heißt: Die Zusammenfassungen fokussieren sich auf das Match. Vorberichte und die obligatorischen Spieler-Interviews vor der Sponsorenwand sollen möglichst wenig Platz einnehmen. „Sagt ein Spieler etwas Interessantes nach der Partie, können wir das als Extra-Meldung auch später noch auffangen“, erklärt Projektmanager Jan Wachtel.

Der offizielle Preis für das Liga-Abo liegt bei 2,99 Euro, die zu jedem Bildplus-Abo zusätzlich fällig werden. In der günstigsten Variante kommt zu den 4,99 Euro also noch der Bundesligaaufschlag dazu. Zusammen macht das 7,98 Euro.

Die untere Hälfte der neuen Seite

Anzeige

Herzstück des neuen Angebotes wird das neues Fußball-Portal, das aus fünf Kernelementen bestehet.

Der Videoplayer: Ihn haben die Berliner extra entwickeln lassen. Auf einer Zeitleiste lassen sich innerhalb des Clips einzelne Highlights gesondert ansurfen. Zudem gibt es rechts neben dem Clip nun einen Statistikblock.

Die Navigationsleiste: In der Mitte der Seite ist eine zentrale Navigationsleiste positioniert. „Während der Woche gibt es hier 19 Kacheln – für jeden Klub eine plus eine Konferenz-Ansicht“, erklärt Bild.de. Klickt man einen Klub, passen sich sowohl im oberen Video-Player-Bereich als auch unten im neuen Nachrichten-Kanal „Bundesliga Live“ die Inhalte an. Zum Spieltag wechselt die Navigation vom Klub- in den Paarungs-Modus.“ Während eines Spieltages zeigt die Leiste nur noch zehn Kacheln: für jede Partie eine plus eine Konferenzansicht.

Der Nachrichten-Kanal: Der Name sagt eigentlich schon alles. In diesem Bereich sollen alle News einfließen. Auch er lässt sich wieder nach einzelnen Teams sortieren.

Der Fan-Block: Die Bild-Redaktion verspricht alle Leser-Anfragen, die sie über diesen Kanal erreichen, zu beantworten. Dafür soll sogar ein eigenes Team von Community-Managern aufgebaut werden.
 
Der News-Feed: Die wohl spannendste Neuerung. Ähnliche wie bei einem Facebook-News-Feed laufen ab der unteren Hälfte der Seit interessante Fußball-News durch. Ständig stellt die Redakton frisches Nachrichten-Futter online. Dann kann ein Transfergerücht, ein Fußballer-Tweet oder eine taktische Analyse sein.

Es wird spannend sein zu beobachten, ob sich das Springer-Konzept durchsetzen kann. Tatsächlich ist das neue Portal optisch sehr dunkel und voll geworden. Das liegt an dem dominierenden Schwarz. In Sachen Layout gibt es sicherlich schönere und klarere Konzepte. Technisch bietet das Angebot allerdings viele spannende Innovationen. Allerdings wird sich erst mit dem Bundesliga-Start zeigen, ob alle Ideen und eingeübten Redaktions-Taktiken auch tatsächlich funktionieren. Da geht es Bundesliga bei Bild nicht anders als den Kickern, über die sie berichten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*