Wiesenthal Center legt gegen Bauer nach

In der Debatte um die Verbotsforderung des Simon Wiesenthal Centers gegen den Landser, legt die jüdische Organisation nun noch einmal nach. Gegenüber Newsroom.de sagte Rabbi Marvin Hier "Die Bauer Media Group wäscht Nazis rein". Er widerspricht damit der Aussage von Bauer, dass alle Publikationen des Hamburger Verlages "im Einklang mit den in Deutschland geltenden Gesetzen" stehen würden.

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In einer Analyse kam der Journalist und Historiker Dr. Stefan Klemp zu dem Ergebnis, dass der Landser durch seine Darstellung der Mitglieder der Waffen-SS, der berüchtigten Totenkopf-Einheit und anderer Nazi-Kriegsverbrecher die Erinnerung an den Holocaust entweihen und den Nationalsozialismus verherrlichen würde.

Gegenüber Newsroom erklärt Hier noch einmal, dass die "fundierte Analyse" von Klemp ergeben hätte, dass viele der "Helden", die das Magazin vorstellen würde, "ihren Dienst in Einheiten absolviert haben, die an der ‚Endlösung‘ beteiligt waren". Weiter sagt er: "Zu keinem Zeitpunkt, an keiner Stelle, niemals hat das Magazin einmal aufgeschrieben, dass dieser ‚Held‘, den sie da vorstellen, zu einer Einheit gehört hat, die an der Vernichtung der Juden beteiligt war. Sie verstecken diese Fakten."

Andererseits gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Diskussionen um den Landser und noch nie wurde die Heftreihe von einem deutschen Gericht verboten. Es ist deshalb nicht ganz Abwegig, wenn der Verlag argumentiert, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die Publikation wiederholt überprüft habe. „Es gab keine Beanstandungen. Zusätzlich lässt der Verlag freiwillig die Ausgaben presserechtlich überprüfen. Der Verlag legt größten Wert darauf, dass darin weder der Nationalsozialismus verherrlicht, noch Naziverbrechen verharmlost werden.“

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