Hitze-Survival-Tipps für Redaktionen

36 Grad und es wird noch heißer. Der Song “36 Grad” von 2raumwohnung ist in diesen Tagen in den bundesdeutschen Redaktionsstuben Realität. Was tun, wenn man keinen Urlaub hat und der Chefredakteur seine Untergebenen zum gnadenlosen Sommerloch-Stopfen knechtet? MEEDIA weiß Rat und gibt zehn wertvolle Tipps, wie sie den Glut-Sommer in der Redaktion halbwegs heil überstehen können. Von der Eiswürfel-App über Magazin-Fächer bis zur “Recherche” an klimatisierten Orten.

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Tipp 1 – der Eimer-Klassiker: Gegen Büro-Hitze hilft tatsächlich der berühmte Eimer mit kaltem Wasser unterm Schreibtisch. Vorsicht: Ab Schuhgröße 42 brauchen Sie mindestens zwei davon. Vorteil: hilft wirklich. Nachteil: Kollegen-Wut, wenn Sie Ihre Schwitz-Mauken präsentieren.

Tipp 2 – für App-hängige: Der Kühlschrankhersteller Liebherr ist auf die nette Idee gekommen, eine Eiswürfel-App bereitzustellen. Aufs iPhone laden und am kühlen Eiswürfel-Geklapper berauschen. Vorteil: Kostet nix und ist Kollegen-kompatibel. Nachteil: Hilft nur gegen die Hitze im Kopf.

Tipp 3 – Print rulez: In Redaktionen liegen meistens massenhaft Magazine und Zeitungen rum. Die kann man prima als Fächer zweckentfremden. Vorteil: schafft eine angenehme Prise. Nachteil: drohende “Fächer-Hand” mit anschließendem Arztbesuch.

Tipp 4 – Kantine meiden: Gilt eigentlich immer, aber bei Sommerhitze besonders. Meiden Sie um Himmelswillen die Kantine! Fettige Speisen bei überhöhten Temperaturen sind zurückzuweisen. Und dann noch diese Plastikstühle, an denen die verschwitzte Haut festklebt. Bäh! Brauchen Sie noch mehr Argumente? Stattdessen lieber auswärts leichte Kost schnabulieren.

Tipp 5 – von Südländern lernen: Bei Affenhitze hat im Normalfall keiner was dagegen, wenn Sie die Mittagspause in bewährter südländischer Manier ein wenig ausdehnen. Schlendern Sie am Eiscafé vorbei. Rasten Sie auf einer Bank unterm Schatten. Vorteil: Der Tag geht schneller vorbei. Nachteil: keiner.

Tipp 6 – coole Supermärkte:
Na, wo ist es immer so richtig schön kühl? Richtig! An der Kühltheke im Supermarkt. In der Mittagspause (s.o.) einfach mal ein bisschen länger im Supermarkt aufhalten und ganz gemütlich die Ware in der Kühltheke studieren. Irre, was es da alles für Pizzasorten gibt. Da muss man schon mal genauer hinschauen. Das erfrischt! Vorteil: Kühlt wunderbar und kostet nix. Nachteil: Irgendwann macht der Markt zu.

Tipp 7 – kühle Vorfreude: Buchen Sie einfach schon jetzt ihren nächsten Winterurlaub. Beim Anschauen von schneebedeckten Gipfeln und Menschen in dicken Daunenjacken wird einem gleich ganz kalt ums Herz. Vorteil: Urlaubsplanung wird gleich mit erledigt. Nachteil: unter Umständen teuer.

Tipp 8 – Pseudo-Hitzefrei: Nein, nein, nein. Es gibt leider keinen Hitzefrei-Paragrafen im Arbeitsrecht. Das Arbeitsrecht kennt noch nicht einmal das Wort. Aber weiß das auch der Chefredakteur? Vielleicht will der ja auch schnell nach Hause und ist dankbar, wenn man eine Ausrede, bzw. einen Grund liefert. Also: Einfach ein Hitzefrei-Gesetz erfinden und lapidar in der Unterhaltung fallen lassen. Vielleicht springt der Boss darauf an. Vorteil: Wenn’s klappt, ist man früher zu Hause. Nachteil: kann man nur einmal bringen.

Tipp 9 – heiße Auto-Suggestion: Stellen Sie sich vor, sie wären gar kein Medienarbeiter. Stellen Sie sich vor, sie arbeiten an einer Frittenbude. Mit so richtig heißem, fiesen Frittierfett in Wannen. Oder an einer Dampfbügel-Station. Sofort sinkt der eigene Temperatur-Druck in der Redaktion um gefühlt mindestens fünf Grad. Vorteil: ist gratis und wirkt sogar. Nachteil: Effekt verpufft schnell.

Tipp 10 – eiskalte “Recherche”: Erfinden Sie einen wichtigen “Recherche-Termin”, für den sie dringend außer Haus müssen. Die “Recherche” führt dann ganz investigativ ins nächste Freibad oder in die abgedunkelte eigene Wohnung. Seriöse Variante: Sie drücken eine Serie mit “Badesee-Tests” durch, melden sich freiwillig zur nächsten Kino-Pressevorführung (klimatisiert) oder machen einen Enthüllungsbericht über Schlachthäuser (“Kann ich bitte nochmal einen Blick in die Kühlkammer werfen?”).

So überleben Sie garantiert auch diesen Sommer.

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