Apple: Hoffen auf den China Mobile-Deal

Es ist wohl die meisterwartete Unterschrift der jüngeren Konzerngeschichte: Seit Jahren warten Apple-Aktionäre nun schon auf den Vertragsabschluss mit China Mobile. Der Deal gilt längst als überfällig: Apple braucht den weltgrößten Mobilfunkprovider so sehr wie die chinesische Nummer eins das iPhone. Bisher soll der Vertrieb des Apple-Smartphones an technischen Problemen des 3G-Netzes gescheitert sein. Nun traf sich Tim Cook erneut mit China Mobile-Boss Xi Guohua.

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Es ist wohl die meist erwartete Unterschrift der jüngeren Konzerngeschichte: Seit Jahren warten Apple-Aktionäre nun schon auf den Vertragsabschluss mit China Mobile. Der Deal gilt längst als überfällig: Apple braucht den weltgrößten Mobilfunkprovider so sehr wie die chinesische Nummer eins das iPhone. Bisher soll der Vertrieb des Apple-Smartphones an technischen Problemen des 3G-Netzes gescheitert sein. Nun traf sich Tim Cook erneut mit China Mobile-Boss Xi Guohua.

Es gibt einen Witz unter Apple-Anhängern. Er geht so: Worauf warten wir noch länger als auf den Apple-Fernseher? Antwort: auf einen Vertragsabschluss mit China Mobile.

Verifizieren lässt sich der Ursprung nicht – aber das Warten auf einen Deal mit dem größten Mobilfunkanbieter der Welt ist längst so alt wie das Jahrzehnt. Bislang wird das iPhone im bevölkerungsreichsten Land der Erde nur über die beiden kleineren Provider China Unicom und China Telecom angeboten – nicht aber über den Monopolisten China Mobile, der allein über unglaubliche 715 Millionen Abonnenten verfügt.

Umsatzeinbruch von 43 Prozent: Apple muss in China was tun

Die jüngsten Quartalszahlen unterstrichen in aller Deutlichkeit, dass das Ausbleiben des Deals längst zur Belastung für Apples Bilanz geworden ist. Tim Cook musste eingestehen, dass der Umsatz in China um dramatische 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen ist – dabei galt das asiatische Riesenreich jahrelang als die Wachstumshoffnung.

Entsprechend sehnsüchtig wird nun die Kooperation mit China Mobile erwartet. Neue Hoffnung für den Deal keimte bei Apple-Aktionären gestern auf, als Reuters berichtete, dass sich CEO Tim Cook mit dem Amtskollegen Xi Guohua in Peking getroffen habe. Wie China Mobile bestätigte, haben die Konzernchefs dabei eine nähere Zusammenarbeit erörtert.

Deal nach 4G-Lizenzvergabe?

Auch die asiatische Nummer eins auf dem Handymarkt dürfte an einem Vertrieb von iPhones interessiert sein – während das Nutzerwachstum weiter anzieht, stagnieren die Gewinne, da China Mobile gegenüber China Unicom und China Telecom ein schwächeres 3G-Netz anbietet.

In zweiten Halbjahr werden in China nun die 4G-Lizenzen vergeben, die einen Deal mit Apples iPhone lukrativer erscheinen lassen – für beide Seiten. Analysten erwarten, dass Apple durch einen Vertrieb über China Mobile jährlich bis zu 30 Millionen iPhones zusätzlich absetzen könnte – im Juni-Quartal hatte Apple weltweit 31 Millionen Smartphones verkauft. Die Bedeutung des Deals erklärt sich damit von selbst …

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