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manager magazin trennt sich von Arno Balzer

Arno Balzer ist nicht länger Chefredakteur des manager magazins. Wie der Spiegel Verlag mitteilt, wurde der 55-jährige Balzer mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt, und zwar wegen "unterschiedlicher Auffassungen zur Weiterentwicklung der Marke manager magazin". Bis auf Weiteres wird die Redaktion des manager magazins von den beiden stellvertretenden Chefredakteuren, Martin Noé und Henrik Müller, geführt. Balzer hat das mm zehn Jahre lang als Chefredakteur geleitet.

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Jüngst gab es Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf des manager magazin, die aber vom Verlag heftig dementiert wurden. Die Gerüchte seien "völlig aus der Luft gegriffen", hieß es zu einem entsprechenden Bericht des Werbe-Fachblatts Kontakter.
Die nun erfolgte Demission des langjährigen Chefredakteurs Balzer zeigt freilich zumindest, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist beim manager magazin. Beim Spiegel Verlag knirscht es gerade an allen Orten personell. Da war zunächst die Abberufung der beiden Spiegel-Chefredakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron, die sich nicht auf eine gemeinsame Online-Strategie einigen konnten – und jetzt Balzer. 
Über die Nachfolge Balzers werde "in Kürze" entschieden, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Verlags. Mit Balzer verliert das mm einen ausgewiesenen Wirtschaftsfachmann, der das manager magazin in- und auswendig kennt. 1986 begann er seine Karriere bei der WirtschaftsWoche, wechselte aber bald zum mm. 1991 folgte ein Intermezzo in der Industrie als Leiter des Hauptreferats Wirtschafts- und Finanzpresse bei Daimler Benz. 1992 kehrte Balzer zum manager magazin zurück und wurde 1999 stellvertretender Chefredakteur. Im Juli 2003 folgte Balzer auf Wolfgang Kaden als Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins.

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