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Gutes 20.15-Debüt für „Hubert und Staller“

Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen, denn sie zeigen, wie stark der Erfolg einer Serie von ihrem Sendeplatz abhängig ist. Am Vorabend, wo bereits zwei komplette Staffeln der ARD-Krimiserie "Hubert und Staller" zu sehen waren, erreichte sie - wie all die anderen "Heiter bis tödlich"-Serien - nie die Sender-Normalwerte des Ersten. Nun, zum ersten Mal in der Prime Time zu sehen, kommt sie mit 4,27 Mio. Zuschauern auf gute 15,4% und Platz 2 der Tages-Charts. Gewonnen hat "In aller Freundschaft", bei 14-49 "Bones".

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. "Hubert und Staller" verdoppelt sein Publikum
Wie hoch die in der Prime Time erreichten Zahlen einzuschätzen sind, zeigt sich anhand der Werte, die "Hubert und Staller" am Vorabend erreicht hatte. So gab es dort bei den bisher letzten Erstausstrahlungen im Januar und Februar mittwochs um 18.50 Uhr maximal 2,09 Mio. Zuschauer und einen Marktanteil von 7,8%. Beide Werte wurden nun verdoppelt: auf 4,27 Mio. Seher und 15,4%. Und das, obwohl es sich bei den in der Sommer-Prime-Time ausgestrahlten sechs Folgen um Wiederholungen handelt. Und: In der Vorwoche erreichte "Tierärztin Dr. Mertens" mit 4,21 Mio. Zuschauern auch kein größeres Publikum. Den Tagessieg holte sich im Anschluss "In aller Freundschaft", das ebenfalls mit einer Wiederholung 4,51 Mio. Zuschauer überzeugte. ZDF-Doku "Ein Baby für William und Kate" kam auf 3,17 Mio. Seher und 11,5%.

2. Schwimm-EM im Ersten und bei ZDFinfo eine große Enttäuschung
Einst war Schwimmen in Deutschland ein populärer TV-Sport. Michael Groß, Franziska van Almsick – nur zwei der ehemaligen Helden. Die sportlichen Erfolge bleiben derzeit aber komplett aus und so interessiert die Schwimm-WM nur ein kleines Nischenprogramm. Am Montag kam Das Erste mit seinen Übertragungen zwischen 18 Uhr und 19.50 Uhr nur auf 960.000 Zuschauer und einen miserablen Marktanteil. Das ZDF, das die Wettkämpfe nur am Samstag im Hauptprgramm zeigt, am Dienstag und Donnerstag hingegen beim Ableger ZDFinfo, begrüßte dort am Dienstag gar nur 50.000 Fans – ein selbst für ZDFinfo-Verhältnisse miserabler Marktanteil von 0,3% und ein Platz weit jenseits der Top 500 des Tages. Zum Vergleich: Das Top-Programm des ZDFinfo-Tages, die Doku "Das Geheimnis der drei U-Boote" sahen um 21.45 Uhr 230.000 Leute (0,9%). Und selbst morgens um 7 Uhr sahen mehr Leute den Sender als am Vorabend bei der Schwimm-WM.

3. "Bones"-Uralt-Folgen laufen weiter ordentlich
Ein Glücksfall für RTL ist derzeit die Serie "Bones", denn um den Dienstag muss sich der Sender derzeit wenig Sorgen machen. Jeweils 1,68 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die beiden Episoden ab 20.15 Uhr – solide bis ordentliche Marktanteile von 17,0% und 15,6%. Erstaunlich sind die Zahlen, wenn man bedenkt, dass derzeit Folgen aus der allerersten Staffel des Jahres 2006 ausgestrahlt werden. "Bones" gewann damit auch den Tag im jungen Publikum – vor "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und den ProSieben-Comedys "2 Broke Girls" (1,18 Mio. / 11,1% um 21.45 Uhr), sowie "Two and a Half Men" (1,17 Mio. / 11,3% und 1,13 Mio. / 12,0%). Sat.1 blieb mit seiner Komödie "Mord ist mein Geschäft, Liebling" bei 960.000 und 9,4% hängen.

4. Ersatz für "Deutschlands schlechtester Autofahrer" deutlich besser
Schon nach zwei Wochen war Schluss mit der Vox-Reihe "Abgewürgt und ausgebremst – Deutschlands schlechtester Autofahrer". Stattdessen zeigt der Sender in der Dienstags-Prime-Time nun Spielfilme – und das mit deutlich größerem Erfolg. Immerhin 770.000 14- bis 49-Jährige sahen ab 20.15 Uhr "Pearl Harbor" – ein Marktanteil von 8,5% und damit zweieinhalb Punkte mehr als "Abgewürgt und ausgebremst" vor einer Woche. RTL II kam mit "Zuhause im Glück" unterdessen auf 760.000 und ordentliche 7,4%. Beide mussten sich aber kabel eins geschlagen geben, wo "Rosins Restaurants" mit 870.000 jungen Zuschauern stolze 8,5% einfuhr.

5. Dritte stark mit alten "Tatorten" und Helene Fischer
Abseits der großen Sender holte sich das WDR Fernsehen die Top-Zuschauerzahl des Tages: 1,50 Mio. sahen ab 19.30 Uhr die "Lokalzeit" – ein Marktanteil von 6,9%. In der Prime Time waren aber andere Dritte erfolgreicher. So sahen 1,36 Mio. (4,8%) um 20.15 Uhr den Maria-Furtwängler-"Tatort: "Das Gespenst" aus dem Jahr 2009 im SWR Fernsehen, sogar 1,41 Mio. (8,0%) ab 22.15 Uhr den Kölner "Tatort: Mit ruhiger Hand", ebenfalls aus dem Jahr 2009, im NDR Fernsehen. Um 201.5 Uhr erreichte der NDR mit "Helene Fischer – Für einen Tag – live" schon 1,11 Mio. (3,9%), das WDR Fernsehen mit "Abenteuer Erde" 1,21 Mio. (4,4%).

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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