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Facebook-Aktie fast wieder auf Ausgabekurs

Festtagsstimmung in Menlo Park: Die Facebook-Aktie ist am Dienstag auf den höchsten Stand seit dem Börsengang geschossen. Am Ende fehlten gerade 37 Cent oder ein Prozent zum Ausgabepreis vom Mai vergangenen Jahres. Treiber des explosionsartigen Anstiegs von 45 Prozent in den letzten vier Handelstagen sind die Quartalszahlen, die das weltgrößte Social Network vergangene Woche vorlegte. Dank des mobilen Werbebooms besitzt die Facebook-Story an der Börse endlich die nötige Fantasie.

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Festtagsstimmung in Menlo Park:  Die Facebook-Aktie ist am Dienstag auf den höchsten Stand seit dem Börsengang geschossen. Am Ende fehlten gerade 37 Cent oder ein Prozent zum Ausgabepreis vom Mai vergangenen Jahres. Treiber des explosionsartigen Anstiegs von 45 Prozent in den letzten vier Handelstagen sind die Quartalszahlen, die das weltgrößte Social Network vergangene Woche vorlegte. Dank des mobilen Werbebooms besitzt die Facebook-Story an der Börse endlich die nötige Fantasie. 

14 Monate lang dümpelte die Facebook-Aktie im roten Bereich – in der Spitze um 54 Prozent lag das Papier unter Ausgabekurs. Tatsächlich bis auf 17,55 Dollar ging es auf dem Allzeittief nach unten. "Der Aktienkurs ist frustrierend", gab Gründer Mark Zuckerberg zu.

Auch zum Jahrestag des Börsengangs vor rund zwei Monaten saßen Aktionäre bei 26 Dollar noch auf einem dicken Minus von 32 Prozent. So sah das Bild auch noch vor einer Woche aus, bevor Facebook die Bilanz für das Juni-Quartal verkündete.  

Quartalszahlen sorgen für Kursexplosion

Seitdem ist alles anders. Nach den mit Abstand besten Quartalszahlen seit dem Börsengang im vergangenen Frühjahr haussierte die Aktie des weltgrößten Social Networks als gäbe es kein Morgen mehr. Von 26 auf nunmehr fast 38 Dollar spurtete der nach Google und Amazon inzwischen drittwertvollste Internetkonzern der Welt empor – was für einen Unterschied gerade mal vier Handelstage machen können.

Treiber der überraschenden Börsenentwicklung ist in allererster Linie das mobile Anzeigengeschäft, das vor einem Jahr noch gar nicht existierte. Allein binnen des abgelaufenen Quartals stiegen die Werbeerlöse über die Facebook-App von 375 auf 656 Millionen Dollar. Das entspricht bereits 41 Prozent der gesamten Umsätze durch Anzeigen.

Die eigentliche Börsenkarriere von Facebook beginnt mit 14-monatiger Verspätung

In welchem atemberaubenden Tempo sich der Paradigmenwechsel vollzieht, machte Mark Zuckerberg vergangene Woche in der anschließenden Telefonkonferenz klar: Die Anzahl der aktiven Facebook-Mitglieder, die das Social Network über ein Smartphone oder Tablet nutzen, ist inzwischen größer als auf dem Desktop.  

Anleger, die Facebook mehr als ein Jahr über skeptisch beäugt hatten, reagierten entsprechend euphorisch auf das neuste Zahlenwerk. Endlich ist das weltgrößte Social Network an der Wall Street angekommen. Den bisher höchsten Stand markierte Facebook am Tag des Börsengangs nach einer Stützungsaktion der konsortialführenden Bank Morgan Stanley genau auf dem Ausgabekurs.

Mit anderen Worten: Neue Allzeithochs sind ab sofort jeden Tag denkbar. Die eigentliche Börsenkarriere von Facebook hat damit mit 14-monatiger Verspätung nun erst richtig begonnen…  

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