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Bitkom-Kritik am LSR: Kleine Anbieter verlieren

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) kritisiert das ab morgen gültige Leistungsschutzrecht (LSR). Mit dem Inkrafttreten des LSR werden kleine Anbieter aus dem Markt verdrängt.

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Beispiel sei die Newssuchmaschine Rivva, die bereits angekündigt hat, auf Grund der neuen Rechtslage keine Anrisstexte mehr anzuzeigen und bestimmte Zeitungen aus dem Angebot zu nehmen. "Wir haben von Anfang an gewarnt: Das Gesetz ist innovationsfeindlich und schadet gleichermaßen den Internetnutzern wie der Netzwirtschaft", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Zudem lasse das LSR viele Fragen offen. Klagen seien programmiert. "Bürokratie und Rechtsunsicherheit sind Gift für Start-ups. Innovative Ideen im Netz werden es in Deutschland künftig noch schwerer haben", so Rohleder weiter.
Aus sicht des Verbandes gehörten aber auch die Verlage selbst zu den Verlierern, da ihnen Leser verloren gingen, die erst durch Suchmaschinen auf die Angebot aufmerksam würden.
Bei Google hingegen werde sich nichts verändern. Ab dem 1. August listet die Suchmaschine weiterhin die Angebote mit Textausschnitten – allerdings nur jener Anbieter, die sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt haben. "Dabei zeichnet sich ab, dass fast ausnahmslos alle und auch große Verlage, die zuvor vehement für ein Leistungsschutzrecht gestritten hatten, weiterhin dort gelistet sein wollen", so Bitkom. Der Verband fordert das LSR wieder abzuschaffen. "Dieser deutsche Sonderweg führt zu nichts."

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