Warner Bros. verfilmt John McAfees Flucht

Im vergangenen Winter inszenierte John McAfee sein Leben aus dem Tropenparadies Belize wie einen Hollywood-Thriller. Ein mysteriöser Mord im Nachbarhaus, jede Menge junge Frauen in der eigenen Villa und dann eine Flucht durch Belize nach Guatemala, die in der Verhaftung und dann Auslieferung in die USA endete. Warner Bros. gefiel dieser Plot so gut, dass McAfees Eskapaden nun verfilmt werden. Für das Skript soll das renommierte Autorenduo Scott Alexander und Larry Karaszewski sorgen.

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Es war abzusehen: John McAfee, einer der bizarrsten Unternehmer der Technologiebranche, inszenierte sein Leben kurz vor Weihnachten filmreifer als einen Hollywood-Thriller. Nun wird tatsächlich ein Film aus den turbulenten Tagen im vergangenen Dezember.
 
Der streitbare Gründer des gleichnamigen Virenschutzprogramms lebte zunächst über Jahre wie ein Playboy im Tropenparadies Belize, bis sein Nachbar, der US-Bauunternehmer Gregory Faull, ermordet wurde.  Der 67-jährige Techpionier wurde danach in Belize polizeilich gesucht – und flüchtete.

"Ich glaube, er lebt seinen Film"

McAfee inszeniert seine Flucht indes multimedial wie einen Hollywood-Thriller: Er bloggte täglich und gab US-TV-Sendern bizarre Telefoninterviews: "Wie konnte ich zum Mordverdächtigen auf der Flucht werden?" fragte sich McAfee etwa in seinem Blog.

Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Belize gelang McAfee schließlich über die Grenze nach Guatemala, wo er verhaftet wurde, einen Kollaps erlitt und dann wieder in die USA ausgeliefert wurde.

"Ich glaube, er lebt seinen Film", erklärte der Bürgermeister von Belize der New York Times McAfees Gebaren. "Und ihm gefällt dieser Film offenbar."  Und damit ist McAfee offenkundig nicht der einzige.

"Crazy, Stupid, Love"-Produzenten führen Regie

Hollywood-Gigant Warner Bros sicherte sich die Rechte am ausführlichen McAfee-Porträt "The last Stand" des Reporters Joshua Davis, der McAfee in Belize begleitet hatte.  Wie das Filmportal Deadline berichtet, konnte Warner Bros. für das Drehbuch zwei Hochkaräter verpflichten: Das Autorenduo Scott Alexander und Larry Karaszewski, das mit sich mit "Ed Wood" oder "The People vs. Larry Flint" in Hollywood einen Namen gemacht hatte, wird das Skript schreiben.

Auch die Produktion soll in Hände von Hollywood-Größen gekegt werden: John Requa and Glenn Ficarra, die zuletzt mit „Crazy, Stupid, Love“ für Warner Bros. einen Kassenschlager abgeliefert hatten, sollen Regie führen.

Man kann sich die Genugtuung des inszenierungssüchtigen IT-Millionärs vorstellen: McAfee hatte zuletzt selbst ein bizarres Webvideo ins Netz gestellt, in dem der 67-Jährige eine Anleitung zur Deinstallation der einst von ihm entwickelten Software mit jeder Menge leicht bekleideten Frauen gab – eine Selbstdemontage ersten Ranges. Ob die Hollywood-Verfilmung gnädiger ausfällt, bleibt abzuwarten…

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