LSR: Rivva schmeißt Zeitungen raus

In drei Tagen tritt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Kraft: Schon jetzt zeigt es allerdings erste Auswirkungen. So werden rund 650 Lokalzeitungen, Magazine und ihre Blogs künftig nicht mehr beim Nachrichten-Aggregator Rivva auftauchen. Das verkündet Macher Frank Westphal. Für den Hamburger ist es schlicht unmöglich, bei allen Verlagen und Medienhäusern einzeln nachzufragen, ob er auf ihre Inhalte auch weiterhin zugreifen kann.

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Der Aggregator verzichtet ab August allerdings nicht nur auf hunderte von Quellen, sondern auch auf die kurzen Teaser-Texte, die die einzelnen Stories besser erklären sollen. „Rivva lässt die Snippets deshalb jetzt jeden Tag ein bisschen mehr verblassen, bis sie am Ersten schließlich gar nicht mehr lesbar sind“.
Welche Auswirkungen der Verzicht auf die kurzen Texte hat, ist selbst Macher Westphal nicht ganz klar. Möglicherweise gehen so viele Klicks bei den verlinkten Angeboten verloren, weil die Rivva-Leser gar nicht mehr genau wissen, was sich hinter eine Überschrift verbirgt.
 
Fest steht schon jetzt, dass die Quellenvielfalt bei Rivva auf jeden Fall leiden wird. „Es ist traurig. Der bürokratische Aufwand, um alle interessanten Quellen einzeln um Erlaubnis zu fragen, sprengt ein Ein-Personen-Projekt“, schreibt Westphal. Deshalb ist jetzt schon abzusehen, dass künftig auf Rivva „einige große Namen fehlen“ und „schwer vermisst“ werden.

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