Supercup-Spiel trotzt dem Sommerwetter

Fernsehen Immerhin 6,91 Mio. Fußballfans sahen am Samstagabend den DFL-Supercup zwischen Borussia Dortmund und Bayern München im ZDF. Damit erreichte das Match trotz grandiosem Balkon- und Biergartenwetter fast 1 Mio. Zuschauer mehr als vor einem Jahr und einen traumhaften Marktanteil von 31,1%. Natürlich gewann es den Tag - mit rund dreimal so vielen Zuschauern wie sein schärfster Verfolger "Melodien der Berge". Auch im jungen Publikum gewann der Fußball - hier vor allem gegen "Mario Barth Live".

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Supercup knackt die 30%-Marke
Ein besonderer Erfolg ist für den DFL-Supercup der Marktanteil von 31,1%. Bei schlechterem Wetter hätte das Spiel mit Sicherheit eine noch viel bessere Zuschauerzahl erreicht. Denn: Im vergangenen Jahr entsprachen 5,94 Mio. Fans beim Supercup-Match einem Marktanteil von 19,6%. Diesmal reichten 970.000 Zuschauer mehr für einen Marktanteilssprung von 11,5 Zählern. Das zeigt, wie sehr das Spiel den Sommerabend dominiert hat und wie viel Potenzial in Richtung 10-Mio.-Marke es gehabt hätte, wenn das Wetter schlechter gewesen wäre.

2. "Melodien der Berge" führt Feld der Verfolger an
Ein weiteres Zeichen für die Dominanz des BVB-FCB-Spiels sind die Prime-Time-Zahlen der anderen Sender: So kam der schärfste Verfolger "Melodien der Berge" im Ersten auf gerade einmal 2,31 Mio. Seher und 10,6%. Sprich: Auf rund ein Drittel des Fußballpublikums. RTLs "Mario Barth Live" sahen 1,79 Mio. (8,2%) – das reichte schon für die Führung unter den Prime-Time-Programmen der Privatsender. In den Tages-Charts schoben sich zwischen den Fußball und die "Melodien der Berge" allerdings noch eine Reihe von anderen Programmen – vor allem diejenigen nämlich, die im Umfeld des Spiels im ZDF liefen, also das "heute-journal", die Moderationen, das "sportstudio", etc. Und: die 20-Uhr-"Tagesschau", die im Ersten 4,03 Mio. (21,6%) einschalteten.

3. RTL härtester ZDF-Konkurrent bei 14-49, ProSieben geht unter
Auch im jungen Publikum gingen die ersten Plätze allesamt an das ZDF: Das Supercup-Spiel sahen 2,04 Mio. 14- bis 49-Jährige (27,1%), das "heute-journal" (1,70 Mio.), die Fußball-Moderationen (1,62 Mio.) und "das aktuelle sportstudio" (1,13 Mio.) folgen dahinter. Das erste Nicht-ZDF-Programm stammt von RTL: "Mario Barth Live im Olympiastadion Berlin 2011" sahen dort ab 20.15 Uhr 1,11 Mio. 14- bis 49-Jährige (angesichts der Konkurrenz ordentliche 15,1%). Die anderen großen Privatsender landeten mit ihren Prime-Time-Programmen weit dahinter: Sat.1-Animationsfilm "Jagdfieber 3" erreichte trotz Free-TV-Premiere nur 520.000 14- bis 49-Jährige (7,3%), ProSieben ging mit "Haven" – ebenfalls eine Free-TV-Premiere, wenn auch eine aus dem Jahr 2004 – und 470.000 jungen Zuschauern (6,4%) völlig unter. Bei Sat.1 startete auch die neue Reihe "Flirten, Daten, Lieben" am Vorabend mies: mit Marktanteilen von 7,4% und 6,6%.

4. kabel eins und Vox schlagen ProSieben, "Teen Wolf" startet blass
Wie mies der Abend für ProSieben lief, zeigt auch der Blick auf die Zahlen der Sender der eigentlichen zweiten Privat-TV-Liga. So erreichte "Navy CIS" bei kabel eins 460.000 bis 600.000 14- bis 49-Jährige und Marktanteile von 6,7% bis 8,0%, schlug ProSieben zwischen 20.15 Uhr und 22.15 Uhr also. Ebenso Vox, wo sich 500.000 für den "Mitternachtszirkus" entschieden – was allerdings nur für verhaltene 6,8% reicht. Bei RTL II startete die neue Serie "Teen Wolf" um 20.15 Uhr unterdessen mit unbefriedigenden Zahlen von 340.000 14- bis 49-Jährigen und 5,1%, danach ging es mit zwei weiteren Folgen auf 400.000 und 5,3%, sowie auf 450.000 und 5,7% hinauf. Insgesamt kein wirklich großer Erfolg für den Sender.

5. "Anke hat Zeit" enttäuscht zum Auftakt etwas
Etwas unbefriedigend verlief auch die Premiere von Anke Engelkes neuer Sendung "Anke hat Zeit" – trotz eines kleinen Medien-Hypes im Vorfeld. So sahen die Sendung ab 22,45 Uhr insgesamt nur 310.000 Leute im WDR Fernsehen – ein Marktanteil von 2,0%, der unter dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von 2,6% liegt. Vergleichsweise besser lief es im jungen Publikum, wo 90.000 14- bis 49-Jährige für überdurchschnittliche 1,4% reichten. Und: Vorgängershow "Helge hat Zeit" kam mit Helge Schneider im Januar nur auf Werte von 300.000 und 1,3%, sowie 80.000 und 0,8%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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