Friede Springer: Welt und Bild bleiben

"Das Alte ist vergangen. Wirklich vergangen": Die Verlegerin Friede Springer hat mit ihrer Biografin Inge Kloepfer über den Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften gesprochen. Etliche Kommentatoren haben den Verkauf als Verrat am Erbe ihres verstorbenen Mannes Axel Springer interpretiert. Springer, die im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt und die Mehrheit der Anteile hält, kann das nicht so sehen. Aber: Bild und Welt blieben sakrosankt und sollen ausgebaut werden.

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"Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die Welt- und die Bild-Gruppe nicht angetastet", sagte Frau Springer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Beide Gruppen sollten "im Print und Online" ausgebaut werden.

Den Verkauf u.a. von Titeln wie Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Hörzu und Bild der Frau erklärt die Verlegerwitwe mit der Entwicklung der Zahlen. Die zwar für die gedruckte Welt und Bild auch nicht nach oben gehen. Doch für die an die Funke Famliengruppe abgestoßenen Titel hatte diese Zahlenexegese nun radikale Folgen. 

Immerhin: "Auch wenn ich ich die Entwicklung des Marktes sehe und die logischen Konsequenzen…fallen mir solche Entscheidungen ungemein schwer." Doch, weiß die Springer-Biografin Kloepfer: Friede Springer suche das Neue, die Veränderung. Für ihr unternehmerisches Handeln habe ihr verstorbener Mann "heute keine Bedeutung mehr". 

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