Malle-Politiker wehrt sich gegen Bild-Vorwürfe

In dieser Woche versetzte die Bild-Zeitung die mallorquinische Partymeute in Schock: "Politiker will unseren Ballermann dichtmachen" titelte die Boulevardzeitung am Montag. Das Aus des Sangria-Eimers! Um die Tragweite zu verdeutlichen, zeigte die Bild ein Fotoalbum mit den schönsten Ballermann-Bildern und zitierte empörte Touristen. "Alles Quatsch" sagt jetzt der besagte Politiker, der Tourismusstadtrat von Palma, Àlvaro Gijón gegenüber dem Mallorca Magazin. Nicht mal betrunken würde er so was sagen.

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"Wenn es nach Mallorcas wichtigstem Tourismus-Politiker geht, ist mit Party pur bald Schluss" oder "Dieser Sauf-Tourismus sei nicht mehr zeitgemäß" sind nur einige Auszüge aus dem Artikel "Politiker will unseren Ballermann dichtmachen", den die Bild-Zeitung am Montag veröffentlichte. Mallorca-Fans zeigen sich schwer enttäuscht und halten den Titel inklusive Daumen runter in die (Bild-)Kamera.
Der Artikel habe aber nur wenig mit dem zuvor mit ihm geführten Interview zu tun, sagte Gijón nun am Donnerstag gegenüber dem Mallorca Magazin. Man hätte ihm das Wort im Mund herumgedreht und Zitate in den falschen Zusammenhang gestellt. Jedenfalls: Surprise, Surprise – der Ballermann wird nicht plattgemacht! Und auch die Aussage, der typisch deutsche Pauschaltourist würde nicht mehr in die geplante Wellness-Landschaft mit Casinos und reichen Luxus-Gästen passen, habe er so nie von sich gegeben. Es sei ihm lediglich darum gegangen, generell die Qualität der Playa de Palma zu heben. Die Deutschen seien dabei nach wie vor die wichtigste Urlaubs-Gruppe. Na also – müssen wir für den nächsten Partyurlaub also doch nicht nach "Vulgarien" (Bild-Sprech für Bulgarien) umswitchen.
Auch vom Saufen will der Vizebürgermeister von Palma die Touristen nicht abhalten. Er wolle das Trinkgelage nur auf Discos und Biergärten beschränken und die Partymeute vom Strand fernhalten.   
Es bleibt also Alles beim Alten: Die Bild-Zeitung macht aus eine Mallorca-Mücke einen Sommerloch-tauglichen Elefanten und auf Deutschlands Lieblingsinsel darf weiter aus Eimern gesoffen werden. Prosit.

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