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11 Freunde: TV-Serien im Liga-Look

Alle Fans wissen: Fußball ist ein ernstes Thema. Trotzdem kann man bei der Auseinandersetzung mit den Irrungen und Wirrungen der Bundesliga und ihrer Stars auch Spaß haben und sich spielerisch an das Thema heran dribbeln. Niemand versteht das besser als 11 Freunde. In ihrem aktuellen Heft adaptieren sie DVD-Cover. So spielt Guardiola die Hauptrolle in "Breaking Pep", Markus Gisdol wird zum "Vorortreiniger". Bereits vor zwei Jahren nahm sich die Redaktion bekannte Filme vor.

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Im Interview mit MEEDIA verrät der stellvertretende Chefredakteur Tim Jürgens, warum die Redaktion immer wieder bekannte Film-, Games oder Serien-Cover adaptiert und wie die Betroffenen reagieren.

Warum adaptieren Sie immer wieder Film- oder DVD-Plakate?
Unsere Redaktionsmitglieder verfügen über ein ausgeprägtes Trivialwissen und offenbar überwiegend auch über ein eher kindliches Gemüt. Es gibt Kollegen, die Folgen der "Simpsons" wortwörtlich mitsprechen können, zwei Redakteure balgen sich bei einem absurden Endlosmatch in Schreibpausen wie zwei Welpen vor der Playstation, und beim letzten Workshop in Brandenburg mit den leitenden Angestellten kam es fast zu Handgreiflichkeiten aufgrund der Frage, ob nun "Homeland" oder "Borgen" die aktuell bessere TV-Serie sei. Es fügt sich also von selbst, dass Redakteure im "Tatortreiniger" plötzlich den Hoffenheimer Coach Markus Gisdol wiedererkennen und anderen das grandiose Comeback von Peter Neururer eher wie der Plot einer "Mentalist"-Episode erscheint.
 
Wie reagieren die Betroffenen darauf? Ist bekannt, wie Pep Guardiola sich als "Heisenberg" findet?
Es wird Sie vielleicht wundern, aber im Gegensatz zu manch hitziger Debatte am Stammtisch, zeichnet die Protagonisten der Fußballszene eine große Gelassenheit zu dem Zirkus und oft auch ein guter Humor aus. Schließlich ist die Bundesliga ein überaus erfolgreicher Zweig der Unterhaltungsindustrie, wo fast täglich eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird. Die "Betroffenen" – wie Sie sie nennen – können also durchaus über sich lachen und mit einem gewissen Stolz stellen wir fest, dass sich der ein oder andere sogar geehrt fühlt. Und mal ehrlich: Trotz des satirischen Gehalts begegnen wir den Kollegen doch auch stets mit großem Respekt vor ihrem Ansehen und ihren Leistungen.

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Ist die Bundesliga nicht die bessere, spannendere Serie bzw. die viel tollere Film-Saga?
Sie haben vollkommen Recht. Die Bundesliga ist eine geniale Melange aus "Lindenstraße", "Star Wars" und "Dick & Doof". Es gibt keinen Mikrokosmos, der mehr Gaga-Nachrichten produziert, der Stammtisch und die Vorstandsetagen gleichermaßen in Atem hält und die Gesellschaft paradoxerweise eint, indem sie über die Frage nach der richtigen fußballerischen Weltanschauung streitet. Hoeneß, Klopp, Streich, Neururer – die handelnden Personen sind für uns alle doch längst wie die Beimers von nebenan, die ständig ihre seltsamen Marotten ausleben. Die Konkurrenz zwischen dem BVB und dem übermächtigen FC Bayern wird zum Fight Gut gegen Böse "hochsterilisiert". Und wo früher der Herrenwitz Konjunktur hatte, kommt heute doch kein Smalltalk mehr ohne schiefgegangenes Fußballerzitat aus.
Nach Filmen, Games und Serien: Was kommt im nächsten Jahr?
Wie Sie sich denken können, ist das angesichts der geschilderten Redaktionskultur schwer kalkulierbar. In der Chefredaktion sind wir immer wieder überrascht, auf welche Ideen unsere Mitarbeiter durch diese ständige Beschäftigung mit dem Metier Fußball kommen. Da tun sich mitunter schon Abgründe auf. Und ich kann Ihnen sagen, dass auch der Gründer und Chef des Blattes, Philipp Köster, nie vor neuen, extrem abseitigen Einfällen zurückschreckt. Deswegen will ich nicht spekulieren, prophezeie aber, dass auch im nächsten Jahr wieder der ein oder andere überraschende Gedanke den Weg in unsere Bundesliga-Saisonausgabe finden wird.

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