Twitter: Vom Verrat zum Börsengang

Twitter könnte in absehbarer Zeit an die Aktienmärkte streben. Das Techblog AllThingsD liefert nun neue Nahrung für diese Spekulation. Der 140-Zeichen-Dienst könnte bis Ende des Jahres seine Börsenzulassung beantragen, berichtet der gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal-Ableger. Der New York Times-Reporter Nick Bilton hat unterdessen für November ein Enthüllungsbuch angekündigt, das Twitter als Schlangengrube beschreibt. Bilton verspricht seinen Lesern ein "unglaubliches Drama".

Anzeige

Twitter könnte in absehbarer Zeit an die Aktienmärkte streben. Das Techblog AllThingsD liefert nun neue Nahrung für diese Spekulation. Der 140-Zeichen-Dienst könnte bis Ende des Jahres seine Börsenzulassung beantragen, berichtet der gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal-Ableger. Der New York Times-Reporter Nick Bilton hat unterdessen für November ein Enthüllungsbuch angekündigt, das Twitter als Schlangengrube beschreibt. Bilton verspricht seinen Lesern ein "unglaubliches Drama".
 
Der nächste große Internet-IPO rückt offenbar näher: Wie seit Monaten spekuliert wird, dürfte Twitter noch dieses Jahr seine Zulassung bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragen – drei Monate später wäre dann der Weg zum Listing frei. Das berichtet der gewöhnlich gut informierte Wall Street Journal-Ableger AllThingsD. Es dürfte der größte Börsengang seit dem Facebook-Flop werden.

Noch interessanter ist indes der Kontext der Spekulation: Relativ zeitgleich soll vom New York Times-Reporter Nick Bilton ein Enthüllungsbuch über den 140-Zeichendienst erscheinen. Schon der Titel hat es in sich: "Hatching Twitter: A True Story of Money, Power, Friendship, and Betrayal" lautet der etwas sensationslüsterne Aufmacher.  Zu deutsch etwa: "Twitter ausgebrütet: Eine wahre Geschichte über Geld, Macht, Freundschaft und Verrat."

Raue Gründertage: Parallelen zu Facebook-Intrigen offenkundig

Klingt verdächtig nach der Entstehungsgeschichte von Facebook, über die die Welt im Hollywood-Blockbuster "The Social Network" aufgeklärt wurde. Bei Twitter indes soll alles nur noch viel schlimmer sein:  "Es rankt sich ein unglaubliches Drama um die Gründungstage von Twitter", erklärt Bilton gegenüber AllThingsD, "aber ohne das Drama wäre Twitter wahrscheinlich nicht das Unternehmen, das es heute ist."

Legendär sind allein die Machtkämpfe um den CEO-Posten, der zwischen Jack Dorsey, Evan Williams und Dick Costolo in den ersten Jahren wie ein Wanderpokal wechselte.

Die bisher kaum erzählte Geschichte, die in "Hatching Twitter" ausführlich zur Sprache kommen dürfte, dreht sich um Noah Glass, der den Namen für Twitter erfand, aber früh aus dem Unternehmen gedrängt wurde – Erinnerungen an den Mitbegründer Eduardo Saverin bei Facebook werden wach. "Hatching Twitter" ist für eine Veröffentlichung am 5. November bei Amazon bereits angekündigt.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige