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Snowden erhält Whistleblower-Preis

Der Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden erhält den deutschen Whistleblower-Preis. Snowden hatte zusammen mit der britischen Zeitung The Guardian das Ausspähprogramm Prism des US-Geheimdienstes NSA enthüllt. Der Preis wird von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der deutschen Gruppe der Internationalen Vereinigung Anwälte gegen Atomwaffen (IALANA) verliehen. Diesmal hat sich auch die deutsche Sektion von Transparency International beteiligt.

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Die Vergabe an Snwoden wird damit begründet, dass er bei der Veröffentlichung der Ausspäh-Aktivitäten der US-geheimdienste schwere persönliuche Nachteile und Gefährdungen in Kauf genommen habe. Den Preis erhalten Personen, die Missstände und gefährliche Entwicklungen für Menschen, die gesellschaft, die Demokratie, Frieden und Umwelt aufdecken.

Bisherige Preisträger waren u.a. Rainer Moormann (2011: Risiken des Kugelhaufenreaktors), Rudolf Schmenger/Frank Wehrheim (2009: Frankfurter Steuerfahnder) und Brigitte Heinisch (2007: Berliner Altenpflegerin). Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Enthüllungen von Edward J. Snowden machen es nach Ansicht der Jury möglich und unausweichlich, die Fakten- und Beweislage intensiv zu klären und auf gesicherter Tatsachengrundlage dann zu prüfen, ob und in welcher Hinsicht das durch Snowden aufgedeckte Vorgehen in- und ausländischer geheimdienstlicher Stellen geltendes Recht verletzt hat.

Hartmut Grassl von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler sagt: "Eine offene Gesellschaft braucht Zivilcourage und mutige Menschen wie Edward Snowden, damit Missstände aufgedeckt und unterbunden werden." Otto Jäckel, der Vorsitzende der Deutschen Sektion von IALANA, fordert, dass EU-Staaten darum etteifern sollten, Snwoden aufzunehmen: "Edward Snowden hat mit seinem Whistleblowing Deutschland und den anderen EU-Mitgliedsstaaten einen großen Dienst erwiesen."

Laut Medienberichten darf Snowden, der sich die vergangenen Tage im Transitbereich des Moskauer Flughafens aufhielt, diesen nun verlassen und nach Russland einreisen.

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