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Microsoft gesteht Surface-Flop ein

Microsoft stellt seine Bilanz vor und muss eingestehen die Zeichen der Zeit verschlafen zu haben: Vor allem der Hoffnungsträger Surface verhagelt mit einem Abschreibungsbedarf von 900 Millionen Dollar die Bilanz. Die Schätzungen der Wall Street wurden auf allen Ebenen deutlich verfehlt. Zudem verliert der Konzern auch im Internet weiterhin große Summen. Insgesamt hat Microsoft mit seinen Internet-Aktivitäten bis heute happige zwölf Milliarden Dollar verbrannt.

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Microsoft stellt seine Bilanz vor und muss eingestehen die Zeichen der Zeit verschlafen zu haben: Vor allem der Hoffnungsträger Surface verhagelt mit einem Abschreibungsbedarf von 900 Millionen Dollar die Bilanz. Die Schätzungen der Wall Street wurden auf allen Ebenen deutlich verfehlt. Zudem verliert der Konzern auch im Internet weiterhin große Summen. Insgesamt hat Microsoft mit seinen Internet-Aktivitäten bis heute happige zwölf Milliarden Dollar verbrannt.

Für einige Monate sah es so aus, als könnte Microsoft noch einmal an den Glanz vergangener Tage anknüpfen. Um bemerkenswerte 33 Prozent lag das Papier gestern noch seit Jahresbeginn, während der Erzrivale Apple 2013 bislang um mehr als 20 Prozent Federn lassen musste.

Bei einer Bewertung um die 300 Milliarden Dollar lieferte sich der Redmonder Techriese in den vergangenen Wochen mit Google heiße Duelle um den dritten Platz unter den wertvollsten Konzernen der Welt – deutliche Kursverluste mussten nach Handelsschluss nun sowohl der Software- als auch Internetriese einstecken.

Tablet-Debakel Surface: Abschreibebedarf von 900 Millionen Dollar

Im Falle Microsofts läst sich die Enttäuschung in sieben Buchstaben fassen: Surface. Das im vergangenen Jahr mit hochfliegenden Erwartungen gestartete Premium-Tablet erweist sich alles andere als ein iPad-Killer. Tatsächlich ist Surface ein schwerer Flop, der Microsoft im abgelaufenen Quartal den erheblichen Abschreibungsbedarf von 900 Millionen Dollar oder 7 Cent je Aktie einbrockte.    

Doch selbst das Surface-Debakel erklärt nicht die happige Ergebnisverfehlung: Statt des erwarteten Gewinn von 75 Cent je Anteilsschein konnte Microsoft seinen Aktionären nur einen Überschuss in Höhe von 59 Cent oder 4,97 Milliarden Dollar präsentieren. Auch die Umsätze blieben mit 19,9 Milliarden Dollar weit hinter den Konsensschätzungen von 20,72 Milliarden Dollar zurück.

Microsoft Minus im Web weitet sich auf 12 Milliarden Dollar aus

Finanzchefin Amy Hood gestand ein, dass die Konzernergebnisse vom weltweit schwächelnden Computergeschäft betroffen seien. Während die Windows-Sparte nur noch um sechs Prozent zulegte, stach immerhin die Business-Unit mit Office 365 mit einem Umsatzplus von 14 Prozent aus der Bilanz hervor.  

Bemerkenswert: Im Internet verliert der Softwareriese weiter große Summen. Zwischen April und Juni verbrannte das Dow Jones-Mitglied weitere 372 Millionen Dollar. Das war das größte Minus seit einem Jahr. Insgesamt hat Microsoft mit seinen Internet-Aktivitäten bis heute unfassbare 12 Milliarden Dollar verloren.  

Anleger reagierten unterdessen vor allem wegen der Surface-Abschreibung entnervt und schickten die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel um 6 Prozent nach unten.

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