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eBay: Geht die Wachstumstory zu Ende?

Eine der bemerkenswerten Erfolgsgeschichten der Internet-Ära scheint an eine Grenze zu stoßen. Internet-Pionier eBay hat nach Handelschluss an der Wall Street seine jüngste Bilanz vorgelegt. Jetzt fragen sich die Anleger: Wie lange kann die Company noch das zweistellige Umsatzwachstum durchgehalten? Diesmal legten die Erlöse lediglich um 14 Prozent zu. Zudem leistete sich der Internet-Konzern den Luxus, beim Ausblick die Analystenschätzungen zu verfehlen. Facebook ist als Nummer vier des Webs beim Börsenwert mittlerweile in Reichweite.

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Eine der bemerkenswerten Erfolgsgeschichten der Internet-Ära scheint an eine Grenze zu stoßen. Internet-Pionier eBay hat nach Handelschluss an der Wall Street seine jüngste Bilanz vorgelegt. Jetzt fragen sich die Anleger: Wie lange kann die Company noch das zweistellige Umsatzwachstum durchgehalten? Diesmal legten die Erlöse lediglich um 14 Prozent zu. Zudem leistete sich der Internet-Konzern den Luxus, beim Ausblick die Analystenschätzungen zu verfehlen. Facebook ist als Nummer vier des Webs beim Börsenwert mittlerweile in Reichweite.

Über Jahre war es die vielleicht die meistunterschätzte Erfolgsstory des Internet-Sektors: Facebook und die Platzhirsche Google und Amazon machen die großen Schlagzeilen unter sich aus – eBay indes lange Zeit Aktionäre glücklicher. Fast unbemerkt konnte der Dot.com-Pionier im vergangenen Jahr mit einem Plus von 68 Prozent die stärkste Börsenperformance unter den großen Fünf im Web feiern und den Börsenwert bis gestern auf beachtliche 75 Milliarden Dollar steigern.

Doch nach Handelsschluss an der Wall Street machen sich bei Aktionären die Sorgen breit, ob die glorreichen Zeiten Geschichte sein könnten. Um sechs Prozent schmierte die eBay-Aktie nach Vorlage der Juni-Bilanz ab, nachdem das Papier bei zuvor noch bei 57,40 Dollar nur wenige Prozent von den Allzeithochs aus dem Jahr 2004 entfernt war.   

21 Prozent Umsatzplus: PayPal bleibt Wachstumstreiber

Grund für den Kursrutsch: Die Umsätze wuchsen zwischen April und Juni nur noch um 14 Prozent und lagen mit 3,88 Milliarden Dollar marginal unter den Schätzungen der Wall Street. Der Gewinn schrumpfte gar um 8 Prozent auf 640 Millionen Dollar, nach 692 Millionen im Vorjahr. Ohne einmalige Abschreibungen wären die Profite allerdings auf 822 Dollar oder 63 Cent je Aktie gestiegen und hätten damit die Konsensschätzungen der Wall Street getroffen.

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"Wir hatten ein starkes zweites Quartal", erklärte Konzernchef John Donahoe in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten. Treiber der Geschäftsentwicklung war wieder einmal die Bezahltochter PayPal, deren Umsätze um 21 Prozent zulegten, während das Auktionsgeschäft nur noch um 10 Prozent wuchs.

Donahoe warnt: "Gesamtwirtschaftliche Gegenwinde in Europa und Korea"

Im laufenden Quartal könnte es sogar in den einstelligen Bereich gehen, wenn sich die überraschend mahnenden Worte des eBay-CEOs bewahrheiten. "Die Effekte der gesamtwirtschaftlichen Gegenwinde in Europa und Korea" könnten eBay im zweiten Halbjahr vor Herausforderungen stellen, räumte Donahoe.

Entsprechend gewährte eBays Vorstandschef einen vorsichtigeren Ausblick auf das laufenden Quartal, in dem der Online-Pionier nunmehr zwischen 61 und 63 Cents je Aktie bei Umsätzen von 3,85 bis 3,95 Milliarden Dollar verdienen will – die Wall Street hatte aber 65 Cent je Anteilsschein bei Erlösen von 3,97 Milliarden Dollar erwartet. Gut war also wieder einmal nicht gut genug: Entsprechend fiel dann auch die Reaktion der Anleger nach Handelsschluss aus – der Kurs gab deutlich nach.

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