Anzeige

Microsoft arbeitet an der Star-Trek-Uhr

Microsoft könnte beim Bau einer Smartwatch auf Scifi-Technologie setzen. Glaubt man den Spekulationen, verwendet der Redmonder Softwareriese bei seiner intelligenten Uhr tranparentes Aluminium. Die Entwicklung der SmartWatch soll Berichten zufolge vom Xbox-Team auf Entwickler der Surface-Geräte übergangen sein. Eigentlich war das Gerät als Pulsmessgerät für die Spielekonsole geplant. Doch mittlerweile gelten Wearables, also tragbare Technik, als Mega-Trend.

Anzeige

Genau vor einem Jahrzehnt präsentierte Microsoft-Gründer Bill Gates bereits eine SmartWatch. Natürlich ließ diese sich nicht so smart bedienen wie das bei aktuellen Modellen der Fall ist, doch das Konzept einer intelligenten Uhr war schon damals erkennbar. Allerdings kaufte kaum jemand das Ding. Die Redmonder kamen schlicht zu früh mit ihrer Idee. Ähnliches war dem Konzern schon mit den Tablets passiert. Während man 2002 eine erste Version von Tablets vorstellte, sollte es 2010 Apples iPad sein, das den Massenmarkt eroberte.

    So stellte sich Bill Gates 2003 die Zukunft der Uhr vor

Bei den Smartwatches, intelligenten Uhren mit eigenem Betriebssystem, will Microsoft nun anscheinend mit dem Strom schwimmen. Gestartet unter dem Projektnamen “Joule” soll Microsoft laut TheVerge nun auf dem Betriebssystem Windows 8 basieren. Das kommt auch bei einigen Surface-Tablets zum Einsatz. Kein Wunder also, dass nun die Mobilexperten das Projekt in die Hand genommen haben. Im Gegensatz zu anderen Smartwatches soll die Microsoft-Uhr ohne ein unterstützendes Smartphone auskommen. Sechs Gigabyte interner Speicher würden vor allem für das Betriebssystem genutzt, heißt es. Nutzerdaten würden in einer Cloud abgelegt. Kommunizieren könnte das Gerät über eine schnelle LTE-Datenverbindung. Die Displaygröße wird auf 1,5 Zoll geschätzt.
Nachdem die Smartwatch Pebbles über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter über zehn Millionen Dollar einsammeln konnte, gilt der Markt für intelligente Uhren als Boom-Segment. Apple wird nachgesagt, seit Jahren eine iWatch zu entwickeln: Entsprechende Patente sind vorhanden, den Namen ließ sich der Konzern schon in einigen Ländern schützen. Auch Samsung soll an einer Version aus gebogenem Glas arbeiten. Sony bringt in Kürze bereits die zweite Version einer SmartWatch heraus. Derweil attestiert eine Bitkom-Studie den Mini-Computern gute Chancen am Markt.
Angeblich, so heißt es in Berichten, soll Microsoft bei der Oberfläche auf einen Werkstoff setzen, der erstmalig in “Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart” Erwähnung fand. Die Rede ist von Aluminiumoxynitrid oder “transparentem Aluminium”. Die Keramik ist härter als Glas und lässt sich bis zur Transparenz polieren. Allerdings sind die Materialkosten immens hoch. Der Quadratmeter kann bis zu 23.000 Dollar kosten. Auch wenn unklar ist, ob tatsächlich ein solches “Panzerglas” zum Einsatz kommt, gaben Zulieferer schon vor Monaten an, dass Microsoft Bauteile für eine Uhr geordert hätte. Allzu lange wird es also nicht mehr dauern bis auch der Redmonder Softwareriese in das Rennen ums Handgelenk der Nutzer einsteigt.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige