Reinhard Meys Fernseh-Schelte in der FAZ

Der große deutsche Liedermacher Reinhard Mey hat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein ausführliches Interview gegeben. Darin äußert sich Mey, der mit “Dann mach’s gut” gerade ein neues Album vorgelegt hat, auch kritisch über die heutige Medienlandschaft. Er würde gerne mal wieder ins Fernsehen, sagt er, “aber es gibt nichts, wo man auftreten möchte. Man gruselt sich, man schämt sich und sagt, Gott sei Dank, bin ich nicht in dieser Sendung drin.”

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Reinhard Mey konstatiert in der FAZ: “Heute gibt es kein Fernsehen mehr.” Er selbst habe früher beim WDR die Möglichkeit gehabt, “auch meinen Tank vollzukriegen, wenn ich unterwegs war.” Rundfunkanstalten hätten die Möglichkeit geboten, dass ein Künstler sich langsam ein Publikum erspielt.

“Ich konnte hingehen, und meine ersten zwölf Lieder, bevor ich eine Schallplatte hatte, hat mir der WDR abgekauft. Ich habe die im Studio eingesungen. Mit dem Geld, das ich da gekriegt habe, bin ich über die nächsten drei Monate hingekommen.” Das seien Möglichkeiten, so Mey, die  den jungen Leuten heute wahrscheinlich fehlen würden: “Ich weiß nicht, was es für Sender gibt, die heute jungen Leuten eine Chance geben, die nicht von einer Schallplattenfirma reingedrückt werden.”

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