Google und Apple können sich wieder leiden

Über Jahre beharkten sich die einstigen Verbündeten Apple und Google mit maximaler Schärfe. Steve Jobs sprach vom "thermonuklearen Krieg", mit dem er den Suchmaschinengiganten überziehen wollte. Eric Schmidt lachte den iKonzern nach dem Debakel des Kartendienstes Maps mit den Worten "Nimm das, Apple!" aus. Nun sieht Schmidt "nach vielen, vielen Meetings" eine Normalisierung des angespannten Verhältnisses gekommen, wie er auf der Sun Valley-Konferenz durchblicken ließ.

Anzeige

Über Jahre beharkten sich die einstigen Verbündeten Apple und Google mit maximaler Schärfe. Steve Jobs sprach vom "thermonuklearen Krieg", mit dem er den Suchmaschinengiganten überziehen wollte. Eric Schmidt lachte den iKonzern nach dem Debakel des Kartendienstes Maps mit den Worten "Nimm das, Apple!" aus. Nun sieht Schmidt "nach vielen, vielen Meetings" eine Normalisierung des angespannten Verhältnisses gekommen, wie er auf der Sun Valley-Konferenz durchblicken ließ.

Fällt der „thermonukleare Krieg“ aus? So martialisch hatte Steve Jobs gegenüber Biograf Walter Isaacson seine Bereitschaft geschildert, Google an der Verbreitung seines mobilen Betriebssystems Android zu hindern. „Wir sind nicht ins Suchgeschäft eingestiegen. Sie sind ins Mobilfunkgeschäft eingestiegen. Macht Euch nichts vor: Sie wollen das iPhone killen", redete sich Jobs im Januar 2010 vor Mitarbeitern in Rage. "Aber wir lassen das nicht zu!"

Entsprechend hatten amerikanische Medienjournalisten ihr Thema gefunden: Apple und Google, über Jahre verbündet, waren zu verfeindeten Rivalen geworden. Apple dominierte die vergangenen Jahre mit iPhone und iPad, verliert jedoch an die explosionsartig wachsende Android-Konkurrenz weiter Marktanteile.

Apple-Google-Duell spitzt sich an der Börse zu

An der Börse zeichnet sich unterdessen eine Wachablösung ab: Der Markt sieht in Google, befeuert vom Hype um die Datenbrille Glass und das selbstfahrende Auto, die Zukunft, während Apple in einem Jahr ohne neue Produkte immer weiter zurückfällt.

Obwohl der Abstand an der Börse immer weiter zusammenschmilzt und Google Apple in absehbarer Zeit überrunden könnte, hat sich das Verhältnis der beiden Erzrivalen unter der Ägide des neuen Apple-Chefs Tim Cook offenbar verbessert.  Das ließ Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt am Rande der Tech-Konferenz Sun Valley in Idaho durchblicken.

Eric Schmidt: „Zwei stolze, gutgeführte unterschiedliche Unternehmen“

"Nach vielen Meetings" hätten sich die Beziehungen zum Besseren gewendet, berichtet Reuters. „Dies sind zwei stolze, gutgeführte, unterschiedliche Unternehmen“, erklärte Schmidt am Rande der Tech-Konferenz, auf der auch Tim Cook anwesend war.

Der Apple-CEO war bei der Schmidt-Rede allerdings nicht anwesend, sondern ging mit Kaffee und iPad an der Wall Street Journal-Reporterin Jessica Lessin lächelnd vorbei, die das sofort via Twitter festhielt. Wie gut es um Googles und Apples jüngste Geschäftsentwicklung bestellt ist, können Anleger in der kommenden und übernächsten Woche verfolgen, wenn die beiden Tech- und Internet-Giganten ihre neusten Quartalszahlen vorlegen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige