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Spiegel und Focus mit neuen Kiosk-Tiefs

Neue Hiobsbotschaft für die großen Wochenmagazine. Mit ihren Ausgaben 23/2013 verkauften sich Spiegel und Focus am Kiosk so schwach wie nie seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er Jahre. Nur 237.734 bzw. 64.136 Leute griffen zu den Heften zur Drohnen-Affäre und "Liebe im Büro". Einen kleinen Einfluss auf die Zahlen dürfte dabei auch das Hochwasser ausgeübt haben, das Anfang Juni in einigen Regionen des Landes die Auslieferung von Print-Produkten verzögert oder verhindert hatte.

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Wie hoch der Einfluss des Hochwassers dabei tatsächlich war, lässt sich nicht wirklich sagen. Denn selbst wenn alle Hefte in den Regionen zeitgerecht ausgeliefert worden wären – was nicht überall geschah -, wüsste natürlich niemand, wie hoch die Verkäufe dann gewesen wären. Wie auch immer: Die parallelen Kiosk-Minusrekorde von Spiegel und Focus in genau dieser Hochwasser-Zeit sind schon auffällig.

Der Spiegel ging im Einzelverkauf 237.745 mal über die Ladentresen – fast 30.000 mal weniger als in der Vorwoche. Die 12-Monats- und 3-Monats-Durchschnittswerte liegen bei 291.500 bzw. 275.000 Exemplaren – also natürlich ebenfalls deutlich darüber. Titelthema der entsprechenden Ausgabe 23/2013 war die "Drohnen-Affäre des Thomas de Maizière" und das Zitat "Betreff Euro Hawk: Nicht abschätzbare, technische, zeitliche und finanzielle Risiken" als Zeile.

Der Focus kam mit seinem Titel "Liebe im Büro – Warum sie immer mehr erwischt – und wie die Beziehung im Job klappen kann" nur auf ganze 64.136 Einzelverkäufe in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. Das entspricht einem Minus von mehr als 18.000 im Vergleich zur Vorwoche. Der 12-Monats-Durchschnitt des Focus liegt derzeit in etwa bei 101.000, der 3-Monats-Durchschnitt bei 92.000.

Der stern fiel mit seiner Ausgabe 24/2013 zwar nicht auf ein neues Kiosk-Tief, doch die 220.684 Einzelverkäufe sind ebenfalls kein sonderlich guter Wert. "Du schaffst das!" war die Titelzeile und abgebildet war ein Junge im Superheldenkostüm. Ebenfalls auf dem Cover angeteasert: "Land unter – Die dramatischen Bilder der großen Flut". Fast 15.000 mal weniger als eine Woche vorher verkaufte sich der stern, der 12-Monats-Durchschnitt liegt bei 255.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 272.000.

  

Sämtliche Heftauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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