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Hochwasser-Drama sorgt für IVW-Rekorde

Es war das Thema, das die Medien im Juni zeitlich gesehen wohl am meisten beschäftigt hat: Das Hochwasser-Drama im Süden und Osten Deutschlands. Nun zeigt sich, wie groß das Informations-Interesse vor allem in den betroffenen Gebieten tatsächlich war. Angebote wie die der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme aus Magdeburg legten um mehr als 100% zu, andere die wie der Passauer Neuen Presse oder der Leipziger Volkszeitung um mehr als 75%. Alle machten einen Sprung im Nachrichten-Ranking.

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An der Spitze des Nachrichten-Rankings bleibt unterdessen alles beim Alten: Bild.de führt vor Spiegel Online, Focus Online, der Welt und Süddeutsche.de. Allerdings: Es gibt große Verschiebungen, was die absoluten Zahlen anbetrifft. So büßte Spiegel Online massive 23,7% ein, Bild.de 7,6% und Focus Online 4,5%. Weiter hinten verlor stern.de heftige 18,4% bei den redaktionellen Inlands-Visits, die wir für unsere IVW-Nachrichten-Analysen auswerten.

Insbesondere bei Spiegel Online und stern.de dürfte das aber an der bevorstehenden Umstellung bei der IVW liegen. So werden im kommenden Monat erstmals die Zahlen der mobilen Angebote getrennt ausgewiesen, dafür waren bis zum 1. Juli technische Änderungen nötig. Bei denen, die diese Änderungen schon vorher durchgeführt haben – wie offenbar z.B. Spiegel Online – wurden die mobilen Visits nicht mehr mitgezählt. Die aktuellen Zahlen sind daher mit äußerster Vorsicht zu genießen, erst im kommenden Monat werden bei allen Angeboten wieder komplette Zahlen – dann getrennt nach mobil und stationär – ausgewiesen. Bei Focus Online kommt noch die Tatsache hinzu, dass Finanzen100 nun eigenständig und nicht mehr als Teil von Focus Online gezählt wird.

Die großen Gewinner auf den ersten 25 Plätzen sind unterdessen die Mitteldeutsche Zeitung und die Passauer Neue Presse, die mit ihren Zuwächsen von 103,6% und 79,8% erstmals in diese Top 25 hinein sprangen – und im kommenden Monat wohl wieder heraus fallen. Denn: Die gigantischen Zuwächse haben eindeutig mit dem Hochwasserdrama zu tun. Das hat in den betroffenen Gebieten das Interesse an den Online-Regionalmedien massiv erhöht. Zum Vergleich: Schon die Mai-Werte von 2,3 Mio. bzw. 2,2 Mio. redaktionellen Inlands-Visits waren für das Duo Alltime-Rekorde. Und diese Zahlen wurden nun um 103,6% bzw. 79,8% getoppt.

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Auf den Rängen 26 bis 50 gibt es weitere Angebote, denen dieser Einmaleffekt Rekorde beschert hat: OVB24 aus Rosenheim gewann 53,5% hinzu, die Leipziger Volkszeitung, zu der auch die Dresdner Neuesten Nachrichten zählen, 75,6%, die Volksstimme aus Magdeburg unfassbare 157,3% und weitere Angebote aus Sachsen und Thüringen 24% und mehr.

Auf weitere Verlierer, die Verschiebungen bei den Marktanteilen und andere Details gehen wir diesmal wegen der bevorstehenden IVW-Veränderungen nicht genauer ein. Die Änderungen führen dazu, dass man bei keinem Angebot genau wissen kann, ob bzw. bis zu welchem Zeitpunkt mobiler Traffic noch mitgezählt wurde. Wir hoffen, dass ab dem kommenden Monat wieder ein bisschen mehr Licht ins Dunkel der Zahlen kommt und wieder eine bessere Vergleichbarkeit hergestellt wird.

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