Samsung: 20 Millionen Galaxy S4 verkauft

Die Nachfrage schwächelt? Von wegen: Samsungs vierte Galaxy-Generation verkauft sich weiter wie geschnitten Brot. Bereits 20 Millionen Einheiten hat der weltgrößte Smartphone-Hersteller bis Ende Juni absetzen können. Eine beeindruckende Zahl, schließlich ist das Galaxy S4 erst seit dem 27. April im Handel. Der Börse waren die Absätze trotzdem zuwenig – die Samsung-Aktie kam erneut schwer unter die Räder. Unterdessen übernehmen die Südkoreaner das New Yorker Startup Boxee.

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Die Nachfrage schwächelt? Von wegen: Samsungs vierte Galaxy-Generation verkauft sich weiter wie geschnitten Brot. Bereits 20 Millionen Einheiten hat der weltgrößte Smartphone-Hersteller bis Ende Juni absetzen können. Eine beeindruckende Zahl, schließlich ist das Galaxy S4 erst seit dem 27. April im Handel. Der Börse waren die Absätze trotzdem zuwenig – die Samsung-Aktie kam erneut schwer unter die Räder. Unterdessen übernehmen die Südkoreaner ein New Yorker Startup.

Der Abgesang war deutlich zu vernehmen: Die US-Großbanken J.P. Morgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs mussten zuletzt zugeben, dass ihre Gewinnschätzungen für das Galaxy S4 „hoffnungslos optimistisch“ gewesen seien. Es folgten reihenweise Herunterstufungen.

Dabei kann Samsung eine anhaltend starke Nachfrage verzeichnen. Zehn Millionen Einheiten seines neuen Flaggschiff-Smartphones konnte der südkoreanische Weltmarktführer im ersten Monat des Verkaufsstarts absetzten – und nun offenbar auch im zweiten Monat.

Mit Abstand schnellster Galaxy-Verkaufsstart aller Zeiten

Wie Samsung Mobile-Chef JK Chin gegenüber dem Newsportal Inews24.com bestätigte, hat Samsung seit Launch am 27. April bis Ende Juni 20 Millionen Einheiten verkaufen können.

Das ist mit Abstand der beste Start im Vergleich zu den ersten drei Galaxy-Generationen. Das Vorgänger-Modell S3 brauchte noch drei Monate für die 20-Millionenmarke. Das Galaxy S2 benötigte fast ein halbes Jahr für nur zehn Millionen Einheiten, während das Startmodell 2010 fast ein Dreivierteljahr für die ersten zehn Millionen Stück brauchte.

Wall Street mit hohen Erwartungen

Doch die Latte der Wall Street hängt weiter hoch. Brian Blair vom Brokerhaus Wedge Partners hatte vergangene Woche erklärt, die jüngsten Startverkäufe von 10 Millionen Einheiten lägen unter den eigenen Erwartungen von 14 bis 15 Millionen Galaxy S4-Smartphones.

Entsprechend habe Samsung die Produktion zurückgefahren und erwarte im nächsten Quartal „nur“ noch 30 statt 40 Millionen verkaufter Galaxy S4 – was sich mit den ersten beiden Verkaufsmonaten decken würde. 2013 sollen nun statt 100 Millionen Geräten nun nur noch 85 bis 100 Millionen abgesetzt werden. 


Samsung übernimmt Set-Top-Box-Anbieter Boxee

Dabei ist Samsung den Rivalen Apple mit seinem Mix aus insgesamt fast 40 verschiedenen Smartphone-Modellen in den vergangenen Quartalen weit enteilt. Während Samsung im März-Quartal knapp 70 Millionen Einheiten absetzen konnte, kam Apple nur auf rund 37 Millionen verkaufte iPhones. Im abgelaufenen Juni-Quartal dürfte sich der Abstand zu Apple noch weiter vergrößert haben, zumal Analysten nur von 25 Millionen verkauften iPhones ausgehen.

Auch auf einem anderen Terrain attackiert Samsung den wertvollsten Technologiekonzern: Während die Welt weiter auf Apples Fernsehgerät wartet, hat der südkoreanische Rivale längst seine ersten Smart-TV-Angebote auf den Markt gebracht. Nun hat Samsung auch noch auf Apples Territorium gewildert und das New Yorker Video-Streaming Start-up Boxee für 30 Millionen Dollar, das Set-Top-Boxen wie AppleTV anbietet, übernommen.

Apple wiederum hatte gestern mit der Neuverpflichtung des Hulu-Managers Pete Distad für Schlagzeilen gesorgt, der offenkundig verpflichtet wurde, um  Vertragsabschlüsse mit den großen TV-Gesellschaften voranzutreiben. Keine Frage: Der Wettlauf der beiden wertvollsten Hardware-Anbieter geht in die nächste Runde.

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