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Tipps und Tricks fürs Home Office

Wie schädlich sind Heimarbeiter für ein Unternehmen? Und wann ist das Home Office von Vorteil? Darüber stritt nicht nur die Techbranche, nachdem Yahoo-Chefin Marissa Mayer das Home Office beim IT-Riesen für beendet erklärte. Fakt ist: Das Arbeiten von zu Hause kann auch Vorteile haben - für das Unternehmen und die Mitarbeiter selbst. Vorausgesetzt Sie behalten einige wichtige Regeln im Blick. MEEDIA gibt Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Home Office.

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Im Büroalltag steckt man als Mitarbeiter in festen Strukturen: Konferenzen, Mittagspausen und Meetings, Meetings, Meetings. Während die einen diese Strukturen willkommen heißen, fühlen sich andere von dem Termin-Korsett erdrückt. Aber ist ein Home Office dann die richtige Alternative? Läuft hier alles nach dem Laissez-faire-Prinzip? Schließlich ist ja niemand der Kollegen oder Vorgesetzten da, um Sie zu kontrollieren. Mitnichten!
Wer erfolgreich von zu Hause aus arbeiten will, muss umso strukturierter vorgehen. Denn fällt plötzlich das von außen auferlegte Raster aus Meetings, Konferenzen und Gesprächen mit Kollegen und Vorgesetzten weg, stehen Sie selbst umso mehr in der Verantwortung. Das brauchen Sie für ein effektives Arbeiten in den eigenen vier Wänden:
Organisationstalent
Ein strukturierter Arbeitsplatz beginnt mit dem Schreibtisch. Zwar kann es durchaus mühsam sein, das heimische Büro jeden Tag aufzuräumen. Immerhin hat das in der Firma ein Reinigungsteam erledigt. Aber wollen Sie Kunden oder Kollegen wirklich ein Chaos präsentieren, wenn Sie mit ihnen videochatten? Wohl kaum. Halten Sie deswegen sowohl die Arbeitsfläche als auch ihr Arbeitsgerät, den Computer, immer aufgeräumt. Bedenken Sie: Zuhause nimmt Ihnen die Arbeit niemand ab. Hier können Sie nicht auf Kollegen als Korrektiv setzen, müssen allerdings dieselbe Leistung abliefern. Werden Sie ein Meister der Kalender und To-Do-Listen. So nutzen Sie die Vorteile des Home Office, bleiben aber mit den Büro-Kollegen auf Augenhöhe.
Kommunikationstalent
In der schriftlichen Kommunikation geht mitunter viel verloren. Wer mit Kunden und Kollegen hauptsächlich per Mail kommuniziert, kennt das Problem. Wer ist auf welchem Kenntnisstand? Wer muss nochmal gesondert gebrieft werden? Und habe ich auch alle Einzelheiten entsprechend erklärt? Das sind nur einige Fragen, die man sich als Heimarbeiter immer wieder aufs Neue stellen muss. Hier gilt es, proaktiv zu sein! Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Kollegen und Vorgesetzten mit Problemen auf Sie zukommen. Dann ist es meist schon zu spät. Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas im Argen liegt oder Gesprächsbedarf vorhanden ist, ergreifen Sie die Initiative. Meistens hat Ihr Gegenüber dasselbe Gefühl, wartet jedoch darauf, dass Sie zuerst tätig werden.
Motivationstalent
Warum nicht fünf Minuten später aufstehen? Oder gleich zehn Minuten? Schließlich brauchen die Kollegen im Büro ja morgens auch einige Zeit, bis der erste Kaffee ausgetrunken ist und der eigentliche Arbeitstag beginnt. Das Home Office kann durchaus dazu verleiten, die eigene Motivation mitunter schleifen zu lassen. Schließlich haben Sie keine Kollegen vor Ort, die Sie anspornen oder kritisieren. Deswegen sind Sie selbst gefragt: Setzen Sie sich ihre eigenen Ziele. Ob für den Tag, die Woche oder den Monat. Das Erreichen dieser persönlichen Meilensteine erhöht ihre Produktivität und steigert zugleich die Zufriedenheit. Und nur ein zufriedener Mitarbeiter ist auch effektiv.
Eines haben alle Szenarien eines Heimarbeiters gemeinsam: Sie sind alleine. Das kann durchaus Vorteile haben. Denn dann gehören Lästereien, nervige Kollegen und der übliche Bürozoff der Vergangenheit an. Doch der Mensch ist ein soziales Wesen. Suchen Sie deswegen den Kontakt zu Ihrem Umfeld. Rufen Sie Kollegen an, verabreden sich zu gemeinsamen Mittagessen und schaffen sich darüber hinaus ein soziales Umfeld während ihrer Arbeitszeit.
Dass sich Heimarbeit wirklich auszahlt, belegen auch aktuelle Studien. John Sullivan, Professor für Management an der San Francisco State University, hat herausgefunden, dass Home Office zwar die Produktivität von Mitarbeitern erhöht. Allerdings seien sie dann auch weniger innovativ. “Wenn Sie Innovation wollen, brauchen Sie Interaktion”, erklärt Sullivan gegenüber der New York Times. “Wenn Sie Produktivität brauchen, dann sollten Sie Ihre Leute von zu Hause aus arbeiten lassen.” Ob sich ein Home Office für Sie lohnt, hängt dann in hohem Maße von der Lebenssituation, ihrem Berufsfeld und Ihrem Organisationstalent ab. Falls Sie dann doch nicht mit der Heimarbeit glücklich sind, gibt es bestimmt immer noch einen freien Schreibtisch im Kreise Ihrer Kollegen.

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