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Suhrkamp-Tochter Insel Verlag meldet Insolvenz an

Der drastische Schritt war unausweichlich: Der zu Suhrkamp gehörende Insel Verlag hat Insolvenz angemeldet. Der Verlag bestätigte einen vorangegangenen Bericht der Welt. Es handle sich um eine rechtlich zwingende Folge des Insolvenzantrages beim Mutterunternehmen. Die Geschäfte laufen normal weiter.

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Zuvor hatte die Geschäftsführung des Verlages ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, durch das kein Geld mehr an die Gesellschafter fließt. Mitgesellschafter Hans Barlach, der seit Jahren mit der von Ulla Unseld-Berkéwicz angeführten Familienstiftung um die Führung des Unternehmens kämpft, sprach im Focus von einem "betrügerischen Bankrott", mit dem man versuche, seine Medienholding aus der Gesellschaft auszuschließen. Laut Barlach habe sich der Wert des Unternehmens dadurch "erheblich verringert". Er selbst forderte 2,2 Millionen Euro als Gewinnausschüttung.
Im Insel Verlag erscheinen neben Werken von Suhrkamp-Autoren auch Klassiker der Belletristrik. Suhrkamp und Insel seien eng verflochten, so dass der Insolvenzantrag in Eigenverwaltung für den Insel Verlag unausweichlich gewesen sei, sagte Verlagssprecherin Tanja Postpischil am Dienstag in Berlin.

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