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Startup-Gründer: Nur 13% sind Frauen

Nur 13 Prozent aller Startup-Gründer sind Frauen. Diese und weitere Einblicke in die Gründerszene gibt der erste "Deutsche Startup-Monitor". Etwa 5.000 Startups gibt es in Deutschland, schätzt der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS). Für 80 Prozent von denen ist das Internet Teil des Geschäftsmodells. Was die Befragung auch zeigt: Startups sind ein kleiner, aber äußerst hochklassiger Jobmotor: Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern ist enorm.

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Zum einen zeigen die Ergebnisse des ersten Startup-Monitors, was im allgemeinen mit Gründungen in Verbindung gebracht wird: Ein oder mehrere Personen mit guter Ausbildung tun sich zusammen, ziehen eine Geschäftsidee hoch, die "irgendwas mit dem Internet" zu tun hat und wachsen vergleichsweise schnell aus den Kinderschuhen. Die überwiegende Mehrheit der Gründer sind junge Männer, die sich am liebsten ein erschwingliches Büro in einem Berliner Szeneviertel anmieten.
In Zahlen: 2,4 Jahre alt ist ein deutsches Startup im Durchschnitt; es beschäftigt ebenso im Durchschnitt 12,4 Mitarbeiter. Frauen sind unterrepräsentiert, obwohl es eigentlich genug Uni-Absolventinnen in Informatik oder BWL gäbe. Ob Frauen zum Berufsstart lieber auf Sicherheit Wert legen oder generell weniger gern gründen – darüber gibt der Monitor keine Auskunft. Rund fünf Mitarbeiter will ein Startup in diesem jahr zusätzlich einstellen.
Wichtiges Thema: Finanzierung. Über die Hälfte der Befragten sagt, der Kapitalbedarf bei Gründung habe bei über 50.000 Euro gelegen. Ein Drittel der Startups braucht demnach über eine Million Euro, um in gang zu kommen. Banken sind aber nicht die wichtigsten Partner bei der Geldsammelei, sondern beispielsweise  Familie und Freunde (77%), Business Angels (46%), Wagniskapitalfinanzierer (33%). Auf Crowdfunding und –investing setzen 16 Prozent der befragten Gründer.
Was den dieser Tage heiß diskutierten Datenschutz angeht – laut Monitor "beklagen" mehr als die Hälfte der Startups aus der Informations- und Kommunikationstechnik (Abkürzung: IKT), dass Datenschutzregelungen sie negativ beeinflussen. Das heißt mit anderen Worten: das Geschäftsmodell vieler Tech-Startups hängt offenbar in hohem Maße von Daten ab, die gesammelt und ausgewertet werden.
Immer behauptet, vom Monitor jetzt auch belegt: Berlin ist der deutsche Hotspot für Startup-Gründungen. Der Startup-Monitor wird herausgegeben vom BVDS, der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und den Partnern media.net berlinbrandenburg, Google, KPMG und dem Trend Research Hamburg.

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