Penguin Random House ist besiegelte Sache

Bertelsmann und der Fachbuchverlag Pearson legen Teile ihres Verlagwesens zusammen. Künftig werden Random House und die Penguin Group unter der Dachmarke Penguin Random House firmieren und die Verlagseinheiten in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien sowie die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika und die Penguin-Verlagsaktivitäten in Asien und Südafrika verwalten. Die deutschsprachige Random House Verlagsgruppe wird Bertelsmann-Eigentum bleiben.

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Bertelsmann wird mit 53 Prozent Mehrheitseigner an der neuen Verlagsgruppe. Die Pearson Group wird die restlichen 47 Prozent des Unternehmens halten. CEO wird Markus Dohle, der Random House bereits seit 2008 als Chairman und CEO leitet. Der Penguin-CEO John Makinson wird im neuen Verlag die Position des Chairman Board of Directors übernehmen. Makinson leitete den Verlag bereits seit 2002.
Entsprechend der Mehrheitsverhältnisse wird Bertelsmann ein Mitglied mehr in den Aufsichtsrat entsenden. Zum neuen Aufsichtsgremium formieren sich neben Markus Dohhle auch Bertelsmann-CEO Thomas Rabe, Bertelsmann-Finanzvorstand Judith Hartmann, Thomas Hesse, zuständig für Neugeschäfte von Bertelsmann, sowie Gail Rebuck, Mitglied im Bertelsmann Group Management Comitee. Seitens der Pearson Group werden neben Chairman Makinson auch CEO Fallon, Coram Williams, gleichzeitig Chief Financial Officer bei Penguin Random House, und Philip Hoffmann, Finanzstratege der Pearson-Group, in den Aufsichtsrat entsendet.
Die am Wochenende unterzeichneten Verträge sind das Ziel eines langen Fusions-Marathons. Bereits im Oktober vergangenen Jahres kündigten Bertelsmann und Pearson die Zusammenlegung ihrer Verlagsinteressen an, die von den internationalen Behörden erst abgesegnet werden mussten.
"Mit dem heutigen Tag haben Bertelsmann und Pearson endgültig die Weichen für die Zukunft des Buches gestellt", sagt Bertelsmann-CEO Rabe und kündigt Investitionen in "deutlich signifikanterem Umfang" an. "Durch die Bündelung von Ressourcen, die gemeinsame Expansion und eine größere Reichweite stärken wir eines unserer Kerngeschäfte. Wir beschleunigen seine digitale Transformation und nutzen deren gesamtes Spektrum an Möglichkeiten. Wir fördern regionales Wachstum, vor allem in China, Indien sowie Brasilien."
Die neue, nun wohl weltgrößte, Publikumsverlagsgruppe plant mit 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro zu erzielen. Penguin Random House umfasst rund 250 Verlagseinheiten und wird seinen Hauptsitz in New York einrichten. Die deutschen Geschäfte von Random House werden nicht mit in die neue Verlagsgruppe einfließen und weiterhin aus München organisiert. Dohle wird CEO der Bertelsmanntochter bleiben.

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