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Halbjahresbilanz: LinkedIn bleibt Börsenstar

Für die meisten Besitzer von Technologie- und Internetaktien war es ein erfolgreiches erstes Börsenhalbjahr. Während Amazon im Rahmen der Zuwächse der Technologiebörse Nasdaq tendierte, bescherten die Überflieger der Branche ihren Anteilseigner üppige Renditen. Der wertvollste Internetkonzern der Welt, Google, rückte weltweit auf Platz drei vor, während das soziale Netwerk LinkedIn seine Anteilseigner weiter begeistern kann. Ein Techpionier strafte Kritiker unterdessen Lügen ...

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Für die meisten Besitzer von Technologie- und Internetaktien war es ein erfolgreiches erstes Börsenhalbjahr. Während Amazon im Rahmen der Zuwächse der Technologiebörse Nasdaq tendierte, bescherten die Überflieger der Branche ihren Anteilseigner üppige Renditen. Der wertvollste Internetkonzern der Welt, Google, rückte weltweit auf Platz drei vor, während das soziale Netwerk LinkedIn seine Anteilseigner weiter begeistern kann. Ein Techpionier strafte Kritiker unterdessen Lügen…

5. Amazon: +11 Prozent

Jeff Bezos kann mit Amazon einfach nichts falsch machen – Anleger fressen dem 47-Jährigen weiter aus der Hand. Entsprechend geht Bezos‘ gigantische Wette auf die Zukunft geht weiter auf.  Bei Vorlage seiner Quartalszahlen macht Amazon auch 2013 das, was es am besten kann: nach den Vorstellungen der Wall Street wachsen.

Die Rechung dabei geht folgendermaßen: Solange der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt  die Wall Street-Erwartungen beim Umsatz treffen oder übertreffen, haben die Gewinne bei  Amazon bestenfalls symbolischen Charakter.

Bei Umsätzen von mehr als 50 Milliarden Dollar im Jahr kann Amazon irgendwann beliebig an der Gewinnschraube drehen – so lange muss Bezos nur nachweisen, dass Amazon profitabel arbeitet. Im ersten Halbjahr ging Jeff Bezos Erfolgsstory mit einem Plus von 11 Prozent entsprechend weiter.

4. Google: +24 Prozent
 
Wenn es ein Internet-Unternehmen gab, das in den ersten sechs Monaten 2013 seine Sternstunde erlebte, dann ist es Google. Der Schritt des wertvollsten Internetkonzerns der Welt nach vorne ist weit größer als es der Wertzuwachs von 24 Prozent ausdrückt: Google konnte zeitweise die 900-Dollar-Marke und gleichzeitig die Grenze von 300 Milliarden Dollar beim Börsenwert knacken.

Maßgeblich getrieben durch den Hype um die Datenbrille Glass konnte Google zum nach ExxonMobil und Apple bereits drittwertvollsten Konzern der Welt aufsteigen. Tatsächlich beträgt der Abstand zu Apple und Exxon keine 100 Milliarden Dollar mehr. Innerhalb der ersten sechs Monaten des Börsenjahres 2013 kristallisierte sich ein klarer Trend heraus: Apples Verlust war Googles Gewinn.

3. Microsoft: +29 Prozent

Die heimlichste und vielleicht unerwarteste Erfolgsstory der ersten sechs Monate an der Börse lieferte im Technologiesektor ausgerechnet ein Techpionier, den viele Marktexperten längst abgeschrieben hatten.

Microsoft, der in den späten 90er-Jahren lange Zeit wertvollste Konzern der Welt, hat in der vergangenen Dekade so ziemlich jeden großen technologischen Quantensprung verpasst und weder ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt zum iPod, iPhone noch zum iPad auf den Markt gebracht, noch profitabel im Internet agieren können.

Doch die Kerngeschäfte laufen allen Unkenrufen zum Trotz weiter prächtig. Im abgelaufenen ersten Kalenderquartal konnte Microsoft sowohl mit seiner Windows- als auch Office-Sparte zweistellige Umsatzzuwächse verbuchen. Mit stabilen Quartalsgewinnen von über 6 Milliarden Dollar liegt Microsoft in der Technologiebranche nur hinter Apple, doch die Gewinne des iPhone-Herstellers sind im Gegensatz zu denen des großen Rivalen aus Redmond im Sinkflug.    

2. Priceline: +33 Prozent

Eine der ganz großen Erfolgsgeschichten des Internets geht in die nächste Runde. Schon wieder um 33 Prozent konnte der Online-Reiseanbieter Priceline, der bereits Ende der 90er-Jahre mit Amazon und eBay zu den Pionieren des E-Commerce zählte, auch im ersten Halbjahr 2013 zulegen – genauso groß war der Zuwachs bereits 2012 ausgefallen.

Der Höhenflug kommt nicht von ungefähr – auch in den Vorjahren verzückte Priceline seine Aktionäre mit Kurssprüngen. 83 Prozent Plus waren es 2010, 228 Prozent sogar ein Jahr zuvor. Durch die exorbitanten Zuwächse ist Pricelines Börsenwert inzwischen in Dimensionen angekommen, die diesseits des Atlantiks kaum jemand wirklich zu registrieren scheint.

Mit einem Börsenwert von inzwischen über 40 Milliarden Dollar ist der Online-Reiseanbieter, der unter anderem das Hotelbuchungs-Portal Booking.com betreibt, zu einem der fünf wertvollsten Internet-Unternehmen der Welt aufgestiegen. Vor Priceline rangieren nur noch Google, Amazon, Facebook und eBay.

1. LinkedIn: +55 Prozent
 
Der schier unaufhaltsame Gipfelsturm des Börsenüberfliegers LinkedIn ging auch in den ersten sechs Monaten 2013 weiter und nimmt bald unheimliche Dimensionen an. Das weltgrößte Online-Business-Netzwerk wächst und wächst und wächst – und das in Rekordgeschwindigkeit.

Wie das geht, stellt der Social Media-Star, der sich im Mai 2011 als erstes Unternehmen der Branche an die Wall Street gewagt hatte, bei Vorlage der Quartalszahlen immer wieder aufs Neue unter Beweis. LinkedIn übertrifft immer wieder sehr deutlich die Erwartungen der Analysten und kann mittlerweile auch nachhaltige Gewinne vorweisen.

Anfang Mal erfolgte allerdings der erste deutliche Rücksetzer nach einem kurzen Sprung über die 200 Dollar-Marke: Ein Nachlassen der Wachstumsdynamik wird an der Wall Street nicht toleriert. Die Aktie haussiert in ersten sechs Monaten um enorme 55 Prozent.

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