Studie: Blogs bringen kaum Geld ein

Laut einer neuen Studie verdienen in Deutschland die wenigsten Blogger genug Geld mit ihrem Hobby, um davon leben zu können. Bei 63,5% der Befragten liegen die monatlichen Einnahmen mit Blogs bei unter 300 Euro. Der Blogvermarkter Rankseller hat rund 2.300 deutsche Blogger zu ihrer Motivation befragt und liefert interessante Einblicke. Bezeichnend: Von der Huffington Post, die auch hierzulande stark auf Blogger setzen will, haben bislang nur die wenigsten befragten Blogger gehört.

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 Die Keyfacts der Studie im Überblick:
– Der Großteil der befragten Blogger schreibt fünf bis zehn Artikel pro Monat (25%), 31 bis 50 Beiträge pro Monat schreiben nur 9,1 Prozent.
– Persönliche Themen wie "Heim und Garten", "Erotik und Liebe" sowie "Gesundheit & Ernährung" liegen hoch im Kurs. Shopping bildet das Schlusslicht der Top-Ten-Themen. Häufiger schreiben die Blogger noch über Business- und Bildungsthemen.
– Nur rund 38 Prozent wollen vom Start weg mit dem Blog Geld verdienen
– Leben kann der Großteil der Blogger in Deutschland von seinen Inhalten nicht: Bei 63,5% liegt der monatliche Verdienst unter 300 Euro, während die Blogs nur bei 13% über 1.000 Euro einnehmen.
– Viele nutzen soziale Medien und SEO-Tools zu Marketingzwecken.
– Über die Hälfte von ihnen (51,3%) gibt monatlich weniger als 20 Euro für den eigenen Blog aus, nur knapp 30% investieren mehr als 50 Euro.

Über die Hälfte kennt HuffPo nicht
Kann die Huffington Post hier anknüpfen? Gemeinsam mit der Tomorrow Focus AG plant das US-Unternehmen einen werbefinanzierten deutschen Ableger. Seit Ende April sucht man nach Mitarbeitern. Die Idee dahinter: Blogger schreiben für das Portal umsonst, bekommen dafür aber eine größere Reichweite als mit ihren eigenen Blogs. Diese Rechnung geht natürlich nur auf, wenn Blogger für die HuffPo schreiben wollen. Doch vom Erfolg des US-Originals kann der Ableger hierzulande im Vorfeld scheinbar nicht profitieren. 29,7 Prozent der Befragten glauben, dass sich das Format in Deutschland etabliert und 25,9 Prozent würden sich auch daran beteiligen. Doch  20,7 Prozent zweifeln den Erfolg an. Viel frappierender: Knapp die Hälfte kennt das Angebot noch gar nicht.

Ob die Studie trotz einer Stichprobe von über 2.000 Teilnehmern wirklich repräsentativ für ein Meinungsbild der deutschen Blogosphäre ist, ist allerdings fraglich. Die verantwortliche Blogvermarktungsplattform Rankseller listet derzeit rund 8.000 Blogs. Wer sich als Blogger hier registriert, hat zweifelsohne finanzielle Interessen und hat damit wenig mit dem typischen Blogger gemein.

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