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Sixt: Werbung mit Bunga-Berlusconi

Mit seiner Werbung geht Sixt wieder auf Provokationskurs. Nachdem die Münchener in der vergangenen Woche nur einen Tag nach Angela Merkels Neuland-Ausrutscher den Spruch in einem Werbemotiv verarbeiteten, muss diese Woche der nächste Prominente daran glauben: Italiens Ex-Premierminister Silvio Berlusconi wurde wegen Sex mit einer minderjährigen Prostituierten zu sieben Jahren Haft verurteilt – eine Steil-Vorlage für die Werber des Autovermieters.

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Auf der Anzeige, die Sixt auf der Facebook-Seite veröffentlicht hat, und die am Mittwoch auch in großen deutschen Tageszeitungen publiziert wurde, sieht man Berlusconi mit grimmigem Gesichtsausdruck und Sonnenbrille. Rechts von ihm ein strahlendweißes Sportcabriolet. Passend titelt Sixt: "7 Jahre einsitzen? (Für 4,5 Millionen Euro)" oder "1 Tag zweisitzen! (Für 143 Euro)". 4,5 Millionen Euro beträgt die Summe, die der Premier angeblich für die damals minderjährige Prostituierte bezahlt haben soll.

Nach einer längeren Pause setzt der Karosserie-Verleih nun wieder auf seine bekannteste Werbe-Masche – provokante Anzeigen mit prominenten Gesichtern zu aktuellen Ereignissen. Erst vergangenen Donnerstag schaltete Sixt eine Anzeige mit der Bundeskanzlerin, die in typischer Merkelpose neben einem japanischem Geländewagen stand. Mit "Für alle, die #Neuland entdecken wollen", spielten die Werber auf eine Bemerkung Merkels über das Internet an, die die Kanzlerin am Tag des Besuchs des US-Präsidenten Barack Obama gemacht hat. Das Internet sei "für uns alle Neuland", hatte Merkel gesagt und damit eine Welle aus Hohn und Spott im Internet ausgelöst.
Warum jetzt mit Berlusconi für ein Sportcabrio geworben wird? Ein Nutzer postet bei Facebook eine mögliche Erklärung: "Beide mit offenem Verdeck und getönten Schreiben…"

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Auch aktuelle Nachrichten und Trends griffen die Münchener in den vergangenen Wochen auf, um sie für Werbung zu nutzen. Passend zum aktuellen Facebook-Trend "Dinge, die ein … nicht sagt" oder in englisch: "Things, … don’t say", postete der Vermieter ein Banner mit "Dinge, die ein Sixt-Kunde nicht sagt".
Und auch in aktuellen Politik-Debatten setzt Sixt ein Statement.

Passend zum Tempolimit-Vorstoß des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel hieß es in einer Werbung für ein rotes Coupé: "Auch rot, aber ein absoluter Gegner des Tempolimits." 

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