Hoeneß streitet weiter mit dem Focus

Der Rechtsstreit zwischen dem FC Bayern-Manager Uli Hoeneß und dem Magazin Focus geht weiter. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, hat Hoeneß bereits im Mai vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung auf Unterlassung gegen den Focus erwirkt und will noch eine Richtigstellung. Es geht um die Behauptung des Focus, Hoeneß’ Name sei auf einer CD mit Daten von Steuer-Hinterziehern aufgetaucht. Unter Umständen droht sogar ein Gerichtsverfahren im September.

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Der Focus hatte die Steuer-Affäre um Uli Hoeneß erst ins Rollen gebracht. Am 29. April hatte das Magazin nachgelegt und behauptet, Hoeneß’ Name sei auf einer CD mit Daten von Steuersündern aufgetaucht. Eine Behauptung, die für Hoeneß sehr relevant ist. Sollte sein Name auf der Daten-CD sein, dann hätten die Behörden bereits seit August 2012 von seiner Steuer-Hinterziehung gewusst und seine Selbstanzeige wäre automatisch unwirksam.

Die Staatsanwaltschaft Bochum dementierte allerdings, dass sich Hoeneß’ Name auf der CD befindet. Der Focus korrigierte seine ursprüngliche Darstellung und druckte am 10. Juni eine Gegendarstellung von Hoeneß, die sich konkret auf eine Steuer-CD bezog. Damit ist der Fall laut NZZ aber nicht erledigt. Bereits am 13. Mai habe Hoeneß’ vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung auf Unterlassung gegen den Focus erwirkt. Die Verfügung sei aber noch nicht rechtskräftig. Der Focus hat dem Vernehmen nach dagegen bereits Einspruch einlegen.

Hoeneß verlange außerdem über die Gegendarstellung hinaus eine Richtigstellung des Magazins. Dazu sei am 6. September ein Verhandlungstermin vor dem Landgericht Hamburg angesetzt.

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