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ARD-Radio: Mehr Geld für Krisenregionen

Die Rundfunkanstalten der ARD wollen durch die Zusammenlegung von bisher mehreren Hörfunkstudios in Washington Geld einsparen und dieses für die Berichterstattung aus Krisenregionen einsetzen. Ebenso steigt die ARD im Hörfunk aus der Live-Berichterstattung zur Formel 1 aus. Das Gesparte soll dann in einen Fonds für investigative Sport-Recherchen fließen. Außerdem gibt es im Sommer wieder das ARD-Radiofestival mit Live-Übertragungen von Klassik-Konzerten.

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2015 soll ein neues gemeinsames ARD-Hörfunkstudio in Washington in Betrieb gehen, das die bisherigen drei sogenannten "Gruppenstudios" mit insgesamt acht Korrespondentinnen und Korrespondenten ersetzt. Das haben die ARD-Intendanten heute in Mainz beschlossen. Aus dem neuen Studio sollen zukünftig sechs Journalisten die rund 60 Radioprogramme der ARD beliefern. Die Federführung werden die Anstalten des WDR und NDR übernehmen.
Von den – laut ARD – rund 700.000 Euro im Jahr, die eingespart werden, sollen 500.000 Euro einem Fonds zufließen, in dem Geld für die Berichterstattung aus Krisenregionen gesammelt wird. Mit 180.000 Euro pro Jahr soll das ARD-Studio in Madrid personell und logistisch aufgestockt werden. Ein zweiter Korrespondent soll von dort auch für Berichterstattung aus Nordafrika zuständig sein, so die Intendanten.
Ähnlich wie in Washington gingen die Intendanten bereits in Paris und London vor: Dort wurden Gruppenbüros in zwei neue, ebenfalls gemeinschaftlich finanzierte ARD-Studios umgewandelt. 
Weniger Live-Berichte, mehr investigative Recherche
Auch in der Sportberichterstattung haben die Intendanten einen Beschluss gefasst: Ab der Saison 2014 verzichten die Hörfunkwellen "bis auf weiteres" auf Live-Berichterstattung von der Formel 1 und wollen im Gegenzug die investigative Sportrecherche stärken. Die eingesparte, laut ARD sechsstellige Summe soll in einen vorerst auf ein Jahr befristeten Fonds für investitgative Recherche fließen. 
"Gleichwohl haben wir uns den Abschied von der Formel-1-Liveberichterstattung nicht leicht gemacht. Und so werden wir unseren Beschluss im Herbst 2014 überprüfen", sagt Joachim Knuth, Vorsitzender der Hörfunkkommission und NDR Programmdirektor. 
Klassik live: Fünftes ARD-Radiofestival geplant
Zwar planen die ARD-Intendanten weniger Live-Sport, dafür aber weiterhin viel Live-Musik. Vom 13. Juli bis 07. September werden sich zum fünften Mal neun Kulturradios der ARD zusammenschließen, um den Hörern das ARD-Radiofestival zu präsentieren. 14 Konzert- und Opernaufführungen werden live übertragen. 

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