Apple-Chef Cook drohen Millionenverluste

Apple-Chef Tim Cook muss künftig empfindliche Einbußen bei seinen Aktienoptionen verkraften, wenn es an der Börse nicht wieder nachhaltig besser läuft. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt wurde, macht Apple die Vergabe der Aktienoptionen von der Entwicklung der Apple-Aktie abhängig. Entwickelt sich das Papier durchschnittlich oder schwächer als der Markt, erhält Cook signifikant weniger Aktien. Der Apple-CEO hat die neue Bindung selbst angeregt.

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Apple-Chef Tim Cook muss künftig empfindliche Einbußen bei seinen Aktienoptionen verkraften, wenn es an der Börse nicht wieder nachhaltig besser läuft. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt wurde, macht Apple die Vergabe der Aktienoptionen von der Entwicklung der Apple-Aktie abhängig. Entwickelt sich das Papier durchschnittlich oder schwächer als der Markt, erhält Cook signifikant weniger Aktien. Der Apple-CEO hat die neue Bindung selbst angeregt.

Seit nunmehr drei Quartalen in Folge sackt die Apple-Aktie tiefer und tiefer ab. Notierte der seinerzeit noch wertvollste Konzern der Welt zum iPhone 5-Launch im vergangenen September bei Kursen von über 700 Dollar, waren es zum Jahresende nur noch 532 Dollar. Im ersten Kalenderquartal gingen weitere 91 Dollar verloren – und auch im Juni-Quartal dürften erneut Verluste anfallen, wenn Apple in den nächsten Handelstagen nicht noch mindestens um sieben Prozent zulegt.

Dass die anhaltende Börsenkrise auch dem Apple-Managements aufs Gemüt schlägt, war bei den letzten öffentlichen Auftritten von CEO Tim Cook immer wieder zu hören. Ihm gefalle die Aktien-Performance überhaupt nicht, beteuerte Cook zuletzt noch mal auf der D11-Konferenz des Wall Street Journal-Ablegers AllThingsD. Aber das seien eben Zyklen.

Aktienoptionen in voller Höhe nur bei beständiger Outperformance

Wenn sich der Börsenzyklus allerdings nicht bald zum Besseren wendet, kostet Cook die Underperformance kräftig Kapital. Apples Aufsichtsrat hatte den Nachfolger von Steve Jobs nach dessen Amtsantritt als CEO zunächst mit einem üppigen Aktienpaket über eine Million Papiere ausgestattet, die 2016 und 2021 wandelbar sind.

Entwickelt sich die Apple-Aktie künftig aber nur konform mit dem marktbreiten S&P 500-Index, entgehen Cook nach einem Beschluss des Apple-Aufsichtsrates, den Cook selbst angeregt hat, 25 Prozent des ihm zu diesem Datum zustehenden Aktienpakets. Notiert die Apple-Aktie wie aktuell nur im unterem Drittel des S&P 500, verliert Cook gar die Hälfte der Optionen. Die Bemessung soll jährlich erfolgen.  

Cook kann mit seiner Initiative nur verlieren

Bleibt Apple ein notorischer Underperformer, entgehen Cook somit Millionen. Auf Basis des gegenwärtigen Kursniveaus von 413,50 Dollar sind Cooks Optionen damit aktuell entsprechend 413,5 Millionen Dollar wert – allerdings künftig nur noch, wenn Apple bis 2021 den Markt jedes Jahr outperformt. In anderen Worten: Cook kann mit seiner Initiative nur verlieren.

Der Schritt wird von Marktbeobachtern als vertrauensbildende Maßnahme des zuletzt viel kritisierten Apple-CEOs angesehen. Seit Jahresbeginn liegt die Apple-Aktie nach einer rückläufigen Gewinnentwicklung um nun mehr schon 23 Prozent hinten.

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