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WSJ: Microsoft wollte offenbar Nokia kaufen

Die Smartphone-Branche steht augenscheinlich vor einer Konsolidierungswelle. Neben Huawei hat wohl auch Microsoft Interesse an einer Übernahme des finnischen Handyherstellers Nokia angemeldet. Wie das Wall Street Journal berichtet, war Microsoft vor Kurzem an den ehemals wertvollsten Technologiekonzern Europas mit einer Übernahmeofferte der Handysparte herangetreten. Die Gespräche sind jedoch offenbar am Preis gescheitert. Eine Wiederaufnahme sei unwahrscheinlich.

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Die Smartphone-Branche steht offenbar vor einer Konsolidierungswelle. Neben Huawei hat wohl auch Microsoft Interesse an einer Übernahme des finnischen Handyherstellers Nokia angemeldet. Wie das Wall Street Journal berichtet, war Microsoft vor Kurzem an den ehemals wertvollsten Technologiekonzern Europas mit einer Übernahmeofferte der Handysparte herangetreten. Die Gespräche sind jedoch offenbar am Preis gescheitert. Eine Wiederaufnahme sei unwahrscheinlich.  

Also doch: Die seit zwei Jahren bestehende Kooperation zwischen dem Softwareriesen Microsoft und dem Handyhersteller Nokia besitzt offensichtlich doch Übernahmepotenzial. Vor zwei Jahren dementierte Microsoft in Blogs kolportierten Übernahmeabsichten noch als "Schwachsinn".

Im Jahr 2013 scheint der "Schwachsinn" bei Microsoft einige Begehrlichkeiten zu wecken. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat der nach Apple und Google drittwertvollste Technologiekonzern der Welt im Juni an Nokia offenbar eine Übernahmeofferte für die Handysparte herangetragen.  

Nokia nur noch Nummer zehn der Smartphonebranche

Die Gespräche waren nach WSJ-Angaben bereits sehr weit fortgeschritten, scheiterten aber offenbar am Preis und an Microsofts Bedenken über Nokias erodierende Marktanteile. "Wir haben eine tiefgehende Partnerschaft mit Microsoft. Regelmäßige Treffen sind da nicht ungewöhnlich", war Nokia um Normalität bemüht.

Doch tatsächlich sind die an der Börse nur noch mit knapp 11 Milliarden Euro bewerteten Finnen nicht gerade in der stärksten Verhandlungsposition – auf dem weltweiten Smartphone-Markt ist Nokia inzwischen auf den zehnten Platz zurückgefallen.

Im ersten Kalenderquartal 2013 konnte der im vergangenen Jahrzehnt noch weltweit führende Handyhersteller lediglich 5,6 Millionen Lumia-Smartphones absetzen, die auf Microsofts mobilem Betriebssystem Windows Phone 8 basieren. Unterm Strich verbuchte Nokia im abgelaufenen Quartal Verluste und einen happigen Umsatzeinbruch von 20 Prozent.

Auch Huawei interessiert

Entsprechend wenig überrascht es, dass Nokia seit Längerem als Übernahmekandidat gehandelt wird. Erst gestern ließ der aufstrebende chinesische Handyhersteller Huawei durchblicken, dass Kaufinteresse an Nokia besteht.  

"Wir erwägen solche Übernahmen", formulierte Huaweis Chef der Verbrauchersparte, Richard Yu, das neue Selbstbewusstsein aus Fernost. Gelingt Nokia nicht ein schneller, furioser Turnaround, könnte sich der frühere finnische Platzhirsch vielleicht nur noch den Käufer aussuchen.

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