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Abpfiff: Steinbrecher verlässt „Akuelles Sportstudio“

Nach 21 Jahren und 320 Sendungen wird Michael Steinbrecher das "Aktuelles Sportstudio" verlassen. Für den 47-Jährigen werde es Zeit für etwas Neues, erzählt er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Allerdings mahnte der Journalist auch an, dass die Sendung wieder journalistischer werden müsse.

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Steinbrecher habe sich gedacht, als Ex-Sportstudio-Moderator Dieter Kürten zu Beginn des Jahres für die Jubiläumssendung 50 Jahre Sportstudio zugesagt hatte, dies sei "eine schöne Abrundung, diese Sendung mit ihm zu erleben und dann Ende August meine Arbeit im Sportstudio komplett zu beenden." Zum 30. Geburtstag war Kürten schon mal Steinbrechers Gast im "Aktuellen Sportstudio". "Man sagt ja: Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist."
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte er zudem, dass das "Aktuelle Sportstudio" wieder journalistischer werden sollte und vertragliche Rahmenbedingungen für die Sportrechte zu großen Einfluss auf das Programm nehmen würden. Das Abendspiel der Bundesliga sei ein exklusives Angebot, das den Marktanteil signifikant erhöht habe, so Steinbrecher. Durch die vertraglichen Rahmenbedingungen sei aber eine Mindestdauer für das Abend- und auch für alle anderen Spiele festgelegt. Deshalb bleibe wenig Zeit für andere Sportarten oder wichtige Sportthemen wie Gewalt im Fußball oder die Ultraszene. "Wir sollten sie häufiger ins Programm bringen. Solche Sendungen, wie über Gewalt im Fußball, müssen sein – das ist Sportstudio", meint Steinbrecher.
In Zukunft will er sich weiter auf seinen Hauptberuf als Professor am Institut für Journalistik der TU Dortmund konzentrieren und sich mit der Zukunft der Medien beschäftigen. Dass der Journalist nicht noch mal als Moderator ins Fernsehen zurückkehre, wollte Steinbrecher im Interview nicht ausschließen.

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