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AGOF: Bild.de dank Fußball großer Gewinner

Als hätte Bild.de genug von der Spiegel-Online-Aufholjagd der vergangenen Monate, vergrößerte Springers Boulevard-Portal den Abstand auf die Nummer 2 im April auf den größten Wert seit Sommer 2012. Hauptverantwortlich dafür ist eindeutig der Fußball - er bescherte Bild.de die größten Zuwächse. Einen großen Anteil daran hatte der Transfer-Coup um Mario Götze, den Bild.de als erstes Medium vermeldete. Auch einige Münchner Medien verbesserten sich im April massiv, nach unten ging es u.a. für SpOn, den tagesspiegel und die FAZ.

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Wie stark die Zuwächse mit dem Thema Fußball waren, zeigt der Blick auf die AGOF-Belegungseinheiten: Um 1,50 Mio. Unique User wuchs z.B. die Belegungseinheit mit den Artikeln zu Bayern München, um 1,23 Mio. die mit denen zu Borussia Dortmund. Der Sport insgesamt kam auf ein Plus von 1,45 Mio. Der Blick auf die Daten des Analysetools von SimilarWeb zeigt, dass die Artikel zum Mario-Götze-Transfer im April die populärsten bei Bild.de waren. Ebenfalls für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat der Live-Ticker zur Jagd auf die Bostoner Terroristen. Unter dem Strich verbesserte sich Bild.de bei der AGOF um 11,9% auf 13,73 Mio. Unique User und damit auf den besten Wert seit dem Rekordmonat Januar 2012, als man 14,37 Mio. erreichte.

Massive Zuwächse gab es im April zudem für die Augsburger Allgemeine, den Merkur und die tz. Das süddeutsche Trio gewann offenbar ebenfalls wegen des Fußballs. Neben den Geschichten zu Bayern München, mit denen insbesondere die tz gepunktet haben dürfte, entdeckten alle drei Websites den Trick, dass man massiven Traffic auf die Seite holen kann, wenn man vor wichtigen Fußballspielen – hier waren es die der Champions League – aufschreibt, wo sich die Spiele im Netz per Stream verfolgen lassen können. Sowohl bei der Augsburger Allgemeinen, als auch beim Merkur und der tz sind es solche Artikel, die laut SimilarWeb im April die meisten Klicks geholt haben.

Augsburger Allgemeine, Merkur und tz stellten damit auch neue AGOF-Alltime-Rekorde auf, etwas das in der Top 25 ansonsten nur dem Handelsblatt, dem Kölner Stadt-Anzeiger und mopo.de gelang. Doch massive Zuwächse mit dem Thema Fußball bedeuten auch, dass die Zahlen der vier genannten Websites spätestens im Juni wieder nach unten rauschen dürften. Dann könnte auch Spiegel Online wieder näher an Bild.de heran kommen. Das Plus von Süddeutsche.de kam im Übrigen vornehmlich durch den Angebotsbestandteil Abendzeitung zustande, der sich von 950.000 auf 1,40 Mio. steigerte – ebenfalls wohl wegen des Fußballs.

Die deutlichsten Verluste erlitten in der Top 25 im April prozentual gesehen die Frankfurter Rundschau, tagesspiegel.de und die Berliner Morgenpost. Nach absoluten Zahlen ging es am deutlichsten für Spiegel Online, tagesspiegel.de und FAZ.net bergab. Neu dabei ist N24.de, das nach der Trennung vom bisher mitgezählten wer-weiss-was.de nun auch in unserem Nachrichtenranking mitgezählt wird. Mit 1,18 Mio. Unique Usern belegt es derzeit Platz 23.

Auch in der zweiten Hälfte der News-Top-50 gab es im April einige neue Alltime-Rekorde: Die WirtschaftsWoche stellte mit 0,99 Mio. einen auf, ebenso die HNA, die Südwest Presse, NWZ-Online, die Neue Westfälische und die Schwäbische Zeitung. Die Südwest Presse ist zudem mit einem Plus von 25,4% der größte Aufsteiger, mehr als 13% gewannen suedkurier.de und die Hannoversche Allgemeine hinzu. Deutlich nach unten ging es ein weiteres Mal für news.de, außerdem für die Mitteldeutsche Zeitung, die WZ-newsline und die Zeitungsgruppe Thüringen.

Offenlegung: MEEDIA erscheint wie das Handelsblatt und die WirtschaftsWoche in der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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