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AGOF: April sorgt für rote Zahlen

Der Ostermontag und ein Tag weniger als im März waren u.a. Schuld daran, dass die großen von der AGOF ausgewiesenen Websites im April Nutzer eingebüßt haben. 20 der Top-25-Angebote lagen unter dem Vormonat, einige davon auch deutlicher als durch den kürzeren Monat erklärbar. So verlor Chefkoch.de 10,2%, MyVideo 9,1% und Glam 8,5%. Nach oben ging es auf den vorderen Plätzen vor allem für Nachrichten-Websites wie Bild.de und Süddeutsche.de.

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Satte 11,9% gewann Bild.de gegenüber dem März hinzu, immerhin 6,3% Süddeutsche.de. Das Duo hat damit prozentual gesehen so deutlich zugelegt wie sonst niemand auf den ersten 25 Plätzen des AGOF-Angebots-Rankings. Ein Grund für die Gewinne diverser News-Websites war der Fußball – und hier insbesondere die Champions League und der Transfer von Mario Götze aus Dortmund nach München. Mehr Details zur Nachrichten-Branche lesen Sie in unserer gesonderten Analyse an dieser Stelle.

Nach oben ging es in der Top 25 abseits von Bild und Süddeutsche ansonsten nur noch für RTL.de, Das Telefonbuch.de und Focus Online – um 0,1% bis 0,4%. Die größten Verlierer haben wir genannt: Chefkoch.de lag sicher auch deswegen unter dem März-Ergebnis, weil Ende März viele Leute Oster-Rezepte gesucht haben. MyVideo und Glam lagen ähnlich stark unter dem Vormonats-Ergebnis.

An der Tabellenspitze bleibt wegen ähnlicher Verluste alles beim Alten: T-Online führt vor eBay.de, gutefrage.net, Web.de und computerbild.de, das wegen der nicht ausgewiesenen dritten Nachkommastelle noch vor Bild.de zu finden ist.

In der zweiten Hälfte des Rankings reiht sich nun wer-weiss-was.de ein, das nach der Trennung von N24 erstmals seit 2009 wieder allein ausgewiesen wird. Auf 5,08 Mio. Unique User kommt die Frage-und-Antwort-Community dabei. Größter Gewinner ist das vertikale Netzwerk Fabalista, das im März noch als its4families gelistet war. Ebenfalls deutlich mehr als 10% gewonnen hat der kicker – dem Fußball sei Dank.

Mehr als 10% verloren haben auf der anderen Seite das vertikale Netzwerk planet of tech, ProSieben.de, das in fast allen Bereichen/Belegungseinheiten Nutzer einbüßte, sowie der HolidayCheck.

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Der größte Absteiger des Monats ist in Wirklichkeit keiner. Denn: N24.de verlor laut AGOF-Daten zwar 83,6% seiner März-Nutzer, doch das liegt eben daran, dass wer-weiss-was.de nun nicht mehr als Teil von N24 ausgewiesen wird, sondern eigenständig. Schaut man auf die Belegungseinheiten, so wäre N24.de ohne wer-weiss-was.de wohl sogar leicht über dem März-Ergebnis gelandet.

Weit nach unten gefallen sind zudem Windows Live, der Dienst, den Microsoft eingestellt hat, sowie die Spieleplattform bigpoint.com, die satte 64,8% einbüßte. 1 Mio. und mehr Nutzer verloren zudem Chip Online, Chefkoch.de und Preissuchmaschine.de.

Im Aufsteiger-Ranking folgen hinter Bild.de gleich zwei vertikale Netzwerke des Anbieters Media Group One: Zolanis und Fabalista. Vor einem Monat hieß das Duo noch motorleben und its4families. Auch das dritte MGO-Netzwerk trägt nun einen Kunstnamen: Entania statt wirliebenfilme. Weitere Gewinner des Monats: Mein schöner Garten profitierte vom Frühling, die tz aus München, der kicker, Süddeutsche.de (hier vor allem der Angebots-Teil Abendzeitung) und Sport1 vom Fußball.

Neu dabei sind in diesem Monat nur fünf Angebote: Finanzfernsehen.de ist dabei mit 770.000 Unique Usern schon das größte, dahinter folgen Best of Home, WomensHealth.de, AppDated und Zaga.

In der Top Ten der Vermarkter gibt es keine einzige Verschiebung: Alle zehn Unternehmen finden sich auf dem Platz, den sie schon im März inne hatten. Unterschiedliche Gewinne und Verluste gibt es natürlich dennoch: Während Axel Springer und die OMS zulegen konnten, ging es vor allem für G+J Electronic Media Sales deutlich nach unten – vor allem wegen Chefkoch.de, aber auch wegen Vodafone.de und kino.de.

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