10 Mediensprüche, die wir nie hören werden

Medien und ihre Manager sind immer gut für den einen oder anderen flotten Spruch. Fragt man die Entscheider der Branche, sind die nie um eine Antwort verlegen. Da ist alles sorgfältig abgewogen und für gut befunden. Dass einer mal zugeben würde, dass er oder sie eben nix weiß - Fehlanzeige. MEEDIA hat einige Mediensprüche gesammelt, die vielleicht die eine oder andere Wahrheit oder Wunschvorstellung enthalten, die wir so aber garantiert niemals ungefiltert hören oder lesen werden.

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1. Diese Doku gestern um 20.15 Uhr lief quotenmäßig richtig mies. Egal. Hauptsache, die Qualität hat gestimmt. Wir haben ja schließlich einen öffentlichen Auftrag. Statt der Gameshow am Donnerstagabend machen wir das jetzt jede Woche so.

2. Ich habe meinen Job als Chefredakteur hingeschmissen, weil mein Verleger seine Rendite auf Kosten der Qualität hochtreiben wollte. Nicht mit mir!

3. Diese Gremienarbeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk macht richtig Spaß. Und effektiv ist sie auch noch.

4. Jetzt habe ich die Honorare für freie Autoren in diesem Jahr schon zum dritten Mal erhöht – die haben’s gut!

5. Hitlers Uhr auf dem Titel? Für wie doof halten wir eigentlich unsere Leser?

6. Ich bin ein erwachsener Mensch und stehe zu dem, was ich sage. Außerdem vertraue ich Ihnen und Sie brauchen mir das Interview selbstverständlich nicht zur Autorisierung zu schicken.

7. Ein Pseudo-Test von einem Promi-Duschkopf als Video? No way – wir sind eine Nachrichten-Website, die ernst genommen werden will!

8. Das Leistungsschutzrecht finde ich auch total wirr, unausgegoren und unnötig – aber ich muss so tun, als sei ich dafür, weil mein Boss denkt, wir könnten damit Geld bei Google abgreifen.

9. Selbstverständlich läuft das Probeabo automatisch aus und wir werden Sie anschließend nicht mit unerwünschter Werbung behelligen – wir sind ja seriös.

10. Mensch! Wenn es jemand geschnallt hat, wie digitale Geschäftsmodelle funktionieren, dann die Verlage!

Und der Bonus-Spruch für jede Gelegenheit:

Nein, ich habe auch nicht die geringste Ahnung, wie die Medienlandschaft in zehn Jahren aussieht, tut mir leid.

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