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Google und die Internetkraft der Ballone

Die ganze Erdbevölkerung soll online: Weil die Vernetzung der Welt mit dem Internet in weiten Teilen noch zu teuer ist und einige abgelegene Regionen schwer auf traditionellem Wege erschlossen werden können, hat sich Google etwas ausgedacht. Ballons in Höhe von 20 km sollen bald einen Beitrag zur allumfassenden Internetversorgung leisten. Im neuseeländischen Christchurch testet Google bereits. Doch noch stecke man "tief im Experimentierstadium".

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Datenbrille? Selbstfahrende Autos? Die Welt ist offenbar nicht genug. Google-CEO Larry Page lässt seiner Ankündigung, "nach dem Mond zu schießen" Taten folgen. Das neue Projekt der geheimnisumwitterten Forschungs-Unit Google X nennt sich "Loon" und will buchstäblich hoch hinaus  – mehr als 20 Kilometer, bis in die Stratosphäre. 

In dieser Höhe sollen quallenförmige Ballone vor allem bisher schlecht vernetzten Bewohnern der Südhalbkugel einen Internet-Zugang ermöglichen. Die Bandbreite soll mindestens 3G-Qualität haben, so der Konzern. Dschungel, Inselgruppen, Gebirge – die Natur stehe dem schnellen Anschluss bisher im Weg. Und der Preis für einen Zugang sei für viele Menschen in diesen Regionen nicht zu bezahlen. "Für zwei Drittel aller Menschen ist ein schneller, bezahlbarer Internetanschluss noch immer nicht verfügbar", erklärte Googles Projektleiter Mike Cassidy Googles Motivation im firmeneigenen Blog.

Googles Internet-Ballons: "Technologie noch tief im Experimentierstadium"

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Derzeit testet Google nach 18-monatiger Entwicklungsarbeit sein Pilotprojekt im neuseeländischen Christchurch, wo in der vergangenen Woche 30 Ballons in die Stratosphäre geschickt wurden. "Wir halten einen Ring von Ballons für möglich, die, von stratosphärischen Winden vorwärts getrieben, den Erdball umrunden und den Menschen auf der Erde eine Verbindung zum Internet ermöglichen", so Mike Cassidy zum Vorhaben.

Allerdings: "Noch befindet sich diese Technologie tief im Experimentierstadium, und es liegt noch eine lange Wegstrecke vor uns", gibt Google selbst zu. Es bleibt also dabei: Der erste Schuss nach dem Mond der Google X-Unit dürfte weiterhin der Datenbrille Glass vorbehalten sein, die schon nächstes Jahr in den Handel kommen soll.

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