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Drosselkom: Telekom rudert zurück

Der öffentliche Druck scheint Wirkung zu zeigen: Nachdem Nutzer und Politik deutlich gemacht hatten, dass die Drosselpläne der Deutschen Telekom die Freiheit im Internet gefährden würden und eine Online-Petition großen Zulauf erhalten hatte, lenkt die Telekom nun zumindest leicht ein. Zukünftig will der Konzern bei zu hohem Datenverbrauch die Bandbreite der Telekom-Anschlüsse auf zwei MBit pro Sekunde herunterschrauben statt, wie bisher geplant, auf nur 384 KBit pro Sekunde.

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Mit den erneuten Tarifänderungen will die Telekom nach dem Protest der Kunden nun die Angst verringern, dass ein Internetanschluss mit 384 KBit pro Sekunde nicht mehr nutzbar sei. "Mit zwei MBit pro Sekunde liegen wir deutlich über dem Mindestrichtwert aus der Breitbandstrategie der Bundesregierung – wir haben ihn verdoppelt", sagt Niek Jan van Damme, Deutschlandchef der Telekom. 
Zudem entschärft Marketing-Chef Michael Hagspihl, dass die "reduzierte Geschwindigtkeit als auch die Inklusivvolumina dynamische Werte" seien. Und ergänzt: "Die Werte sind nicht in Stein gemeißelt, auch hier gilt: Wir stellen uns der Realität. Vor der Einführung 2016 werden wir uns den Durchschnittsverbrauch unserer Kunden genau ansehen und die Inklusivvolumina gegebenenfalls anpassen."
Trotz des Zugeständnisses der Bonner dürfte der Vorwurf, dass die Telekom die Netzneutralität gefährde, nicht aus der Welt geschaffen sein. Weiterhin plant der Konzern seine eigenen Angebote nicht in die Berechnungen des Datentraffics der Verbraucher einfließen zu lassen. Wer Telekom-Angebote – wie beispielsweise Entertain – nutzt, verbraucht demnach weniger Datenvolumen.

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