WWDC: die Sternstunde von Craig Federighi

iOS 7, Mac OS 10.9, iTunes Radio, der neue Mac Pro – es war schwer, den Überblick zu behalten, so viel hatte Apple gestern in seine zweistündige Keynote gepackt. Doch am Ende stach neben den Produkten auch ein neuer Name hervor: Mac OS- und iOS-Chef Craig Federighi, der die Keynote seines Lebens hielt. Der Apple-Veteran, der noch zum NeXT-Team von Steve Jobs gehörte, überzeugte auf der Bühne des Moscone Centers auf ganzer Linie. Federighi präsentierte souverän, schlagfertig und lustig.

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iOS 7, Mac OS 10.9, iTunes Radio, der neue Mac Pro – es war schwer, den Überblick zu behalten, so viel hatte Apple gestern in seine zweistündige Keynote gepackt. Doch am Ende stach neben den Produkten auch ein neuer Name hervor: Mac OS- und iOS-Chef Craig Federighi, der die Keynote seines Lebens hielt. Der Apple-Veteran, der noch zum NeXT-Team von Steve Jobs gehörte, überzeugte auf der Bühne des Moscone Centers auf ganzer Linie: Federighi präsentierte souverän, schlagfertig und lustig.

Es begann wie immer. Tim Cook betrat die Bühne des Moscone Centers und referierte über Apples Erfolgsgeschichte und die neuen Errungenschaften – etwa den neuen Apple Store in Berlin, den größten in Europa. So weit, so vorhersehbar. Cook übergab an die Entwickler von Anki, die dank ihrer App ferngesteuerte Rennautos fahren lassen wollten, doch etwas hakte.

Für eine Minute sah es so ais, als sollte der Auftakt der WWDC eine ungute Note bekommen –  dann betrat Craig Federighi die Bühne und verbreitete vom ersten Augenblick an gute Laune. Es war nicht das erste Mal, dass das Apple-Urgestein, das noch zum Kern-Team von Steve Jobs‘ Softwareschmiede NeXT gehörte, dann aber für eine Dekade zum Softwareanbieter Ariba wechselte, Bühnenpräsenz bekam.

Federighis Keynote: „Keine virtuellen Kühe kamen dabei zu Schaden“

Schon 2009 und 2010 präsentierte Federighi Mac OS X-Neuerungen. „Keine virtuellen Kühe kamen dabei zu Schaden“, scherzte der 44-Jährige gestern bei der  Vorstellung der neuen Kalender-App für Mac OS X, die ohne den Leder-Look des Vorgängers daherkam. Sofort hatte Federighi das Publikum auf seiner Seite.

Und so ging es weiter: Über das Game Center mit seiner Holzverzierung riss Federighi ebenfalls Witze, präsentierte dann aber selbstsicher und leidenschaftlich das neue mobile Betriebssystem. „Um iOS 7 zu entwickeln, haben wir ein Team mit einem breiten Erfahrungsspektrum von Design bis Konstruktion zusammengebracht. Wir sehen iOS 7 als einen aufregenden Neuanfang“, verbreitete der studierte Informatiker Aufbruchsstimmung.

„Der Mann des Morgens: Craig Federighi! Was für ein toller Redner“

Entsprechend war die Reaktion in den Techblogs und sozialen Medien. „Das war fast eine Präsentation wie von Steve Jobs“, fand ein Twitterer. „Der Mann des Morgens: Craig Federighi! Was für ein toller Redner“, meinte ein anderer Nutzer auf dem 140-Zeichen-Dienst.

„Federighi lieferte eine große Show ab“, fand etwa auch das Techblog Engadget in seiner Live-Kommentierung der Keynote. Der Business Insider ging weiter: „Craig Federighi, der neue Leiter der iOS-Sparte, war der größte Star des Apple-Events“, fand Technologieredakteur Jay Yarow. „Wir werden sicher in Zukunft noch mehr von ihm sehen.“

Federighi war 2009 nach zehn Jahren bei Ariba wieder zu Apple zurückgekehrt und übernahm Anfang 2011 die Leitung der Mac OS-Sparte. Nach dem spektakulären Rauswurf von Scott Forstall im vergangenen Herbst wurde Federighi auch noch die Verantwortung der iOS-Unit übertragen. Neben Eddy Cue, der die Internetdienste wie iCloud verantwortet, dürfte Federighi damit künftig als Hoffungsträger der jüngeren Apple-Topmanager gelten.

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