Der Twitter-Zoff rund um Bild Plus

Christian Lindner, der Chefredakteur der Rhein-Zeitung hat bei Twitter eine öffentliche Debatte rund um Sinn oder Unsinn des neuen Bild Plus Bezahlmodells losgetreten. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann lieferte sich eine hitzige Diskussion mit Internet-Berater und Blogger Thomas Knüwer, der bezweifelte, dass es bei Bild.de bezahlwürdige, journalistische Inhalte gibt. Die Meinungsverschiedenheit mündete in einer Einladung Diekmanns an Knüwer, die Bild-Redaktion zu besuchen.

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“#BILDplus hilft. ALLEN Verlagen im Netz”, twitterte Christian Linder, der Chefredakteur der online-affinen Rhein-Zeitung zum Start des mit Spannung erwarteten Paid-Content-Modells der Bild-Zeitung im Internet, Bild Plus. Digital-Berater und Blogger Thomas Knüwer stieg darauf ein: “Nope. Bild ist Entertainment und nicht Journalismus. Und weiter der Glaube: Bezahlwürdige Inhalte entstünden nebenbei.”

Und weil Bild-Chef Kai Diekmann seit seinem Silicon-Valley-Trip selbst begeisterter Twitterer ist, schaltete er sich persönlich von London aus in die Diskussion ein. “Thomas, da waren wir beide in der Debatte aber schon mal weiter…”, schrieb er. Knüwer: “Kann nicht erkennen wo zahlungswürdige Inhalte entstehen. Außer BuLi-Videos, die 6 Std monetarisiert werden.” Seine Hauptkritik gelte der Hoffnung, Bild Plus sei auf Journalismus übertragbar.

Darauf antwortete der Bild-Chef: “Du meinst auf Geschichten wie Kunduz, Speer, Auschwitz-Pläne, Wulff etc? Ja, stimmt, sowas hätten wir auch gerne mal…” Garniert war die Antwort mit einem Smiley. Diekmann spielte hier auf Enthüllungsgeschichten der Bild-Politikredaktion, wie etwa die Wulf-Affäre, an.

Knüwer ließ nicht locker: “Habt Ihr ja. Nur sind 90% Eurer Inhalte knisternde Kisten, erfundene Flutgaffer und BuLi-Märchen-Stories.” “Thomaaaaaaas…..”, twitterte Diekmann darauf zurück und wiederholte seine Einladung an Knüwer, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Bild zu machen: “Komm mal vorbei”.

Hier gibt es die Twitter-Diskussion mit dem Bild-Chef zum Nachlesen.

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