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Apple erfindet das iPhone mit iOS 7 neu

Apple hat zum Auftakt seiner jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC erwartungsgemäß eine Generalüberholung seines mobilen und stationären Betriebssystems vorgestellt, die beide im Herbst veröffentlicht werden sollen. Vor allem iOS 7 verblüffte durch sein neues Design. Doch Tim Cook und das Apple-Management-Team hatten noch mehr Pfeile im Köcher: Neue Mac Books Air wurden ebenso vorgestellt wie neue Mac Pros – auch der erwartete Musik-Streaming-Dienst iTunes Radio wurde verkündet.

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Apple hat zum Auftakt seiner jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC erwartungsgemäß eine Generalüberholung seines mobilen und stationären Betriebssystems vorgestellt, die beide im Herbst veröffentlicht werden sollen. Vor allem iOS 7 verblüffte durch sein neues Design. Doch Tim Cook und das Apple-Management-Team hatten noch mehr Pfeile im Köcher: Neue Mac Books Air wurden ebenso vorgestellt wie neue Mac Pros – auch der erwartete Musik-Streaming-Dienst iTunes Radio wurde verkündet.

Plötzlich durfte sich Tim Cook wieder als Gewinner fühlen. "Ihr werdet iOS 7 absolut lieben", erklärte der Apple-CEO der ziemlich begeisterten Menge im binnen 71 Sekunden restlos ausverkauften Moscone Center, um dann eine Antwort aus dem Publikum zu bekommen, die eigentlich nur Popstars auf der Bühne zugerufen wird. "I love you", johlte ein begeisterter Apple-Fanboy.

Tim Cook hielt für einen Moment inne, schmunzelte und bedankte sich artig für die neu gewonnene Zuneigung, die nach den schwierigen vergangenen Monaten Balsam für den viel kritisierten Apple-CEO gewesen sein muss.

iOS 7: "Die größte Veränderung von iOS seit Einführung des iPhones"

Man kann sagen, der Vormittag ist gut gelaufen für Tim Cook. In der gut zweistündigen Präsentation spannten der Apple-CEO und sein Management-Team um Marketing-Chef Phil Schiller, Internetdienste-Chef Eddy Cue und der Leiter der Software-Sparte, Craig Federighi nach 230 produktlosen Tagen den Bogen zur Zukunft. "iOS 7 ist die größte Veränderung von iOS seit Einführung des iPhones", erklärte Cook bedeutungsvoll.

Tatsächlich werden iPhone- und iPad-Besitzer iOS kaum wiedererkennen, so viel hat sich getan. Wie schon im Vorfeld durchgesickert war, kommt das neue Design deutlich schlanker und die Schrift  reduzierter daher, die App-Symbole wurden neu designt. "Es liegt eine profunde, nicht endende Schönheit in Einfachheit, in Klarheit, in Effektivität", erklärte Apples Design-Chef via Einspielvideo.

"iOS 7-Struktur ist komplett neu, fühlt sich aber vertraut an"

Vorgestellt wird iOS 7 größtenteils von Craig Federighi, der sich sichtbar wohl auf der Bühne fühlt und immer wieder für einen spontanen Scherz zu haben ist.  iOS 7 kommt in neuer Struktur, einer wärmeren Farbgebung und verschiedenen, funktionalen Ebenen daher, die mitunter eine dritte Dimension einziehen.

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Auch neue Features werden geboten: etwa AirDrop, das vom Desktop zum Teilen von Inhalten bekannte Programm oder das Control Center, weiterentwickeltes Multitasking und verbesserte Eigenschaften in iPhoto, Safari und Siri. Sogar ins Auto soll iOS mit Siri und Maps-Integration künftig kommen – Mercedes, Ferrari, Honda und neun weitere Automobilhersteller setzen künftig auf Apple.

Ebenfalls in der nächsten iOS-Generation dabei: der Streaming-Dienst iTunes Radio, ein kostenloser Internetradio-Service, basierend auf der Musik, die Nutzer in iTunes hören. "Auch wenn iOS 7 in seiner Struktur komplett neu ist, war es wichtig für uns, dass es sich vertraut anfühlt", wirbt Jony Ive für das Ergebnis seiner Entwicklungsarbeit.
 
Neues Mac OS X Mavericks kommt mit Maps und iBooks

Doch dabei bleibt es nicht. Auch Apples stationäres Betriebssystem Mac OS erfährt eine Generalüberholung. Die Generation 10.9 verabschiedet sich nach Mountain Lion und Lion in der Namensgebung aus der Tierwelt und wird als Mavericks nach einem Surf-Spot an der kalifornischen Küste benannt.

Über 200 neue Features bekommen Apple-Nutzer durch OS X Mavericks geboten, darunter als augenscheinlichste Upgrades zwei Apps, die Nutzern bereits von iOS bekannt sind: Die Online-Buchhandlung iBooks kommt ebenso auf den Mac, wie der im vergangenen Jahr so viel kritisierte Kartendienst Maps, den Apple deutlich verbessert haben will.  Ebenso führt Mavericks Finder-Tags und -Tabs ein.

Neue Pro Macs das Hardware-Highlight

Zur Anwendung kommt Mavericks im Herbst auf neuen Macs. So stellte Apple neue Modelle seines ultraflachen Premium-Modells Mac Book Air vor, das vor allem in der Akkulaufzeit deutlich verbessert wurde. Angabegemäß soll das kleinere Modell mit 11 Zoll großem Bildschirm künftig 9 Stunden halten, während die 13 Zoll-Version auf eine Nutzungsdauer von sogar 12 Stunden kommen soll.

Das Hardware-Highlight aber blieb Phil Schiller vorbehalten. Der Marketing-Chef präsentierte die neuste Generation des Pro-Macintosh, der optisch etwas an Cube aus dem vorherigen Jahrzehnt erinnerte. Der rechteckige Mac Pro sieht aus wie eine große, schwarze Vase – ein Mac wie ein Kraftfeld "rund um einen revolutionären, vereinheitlichten Wärmekern entwickelt", wie Apple sein neues Design-Meisterstück beschreibt.

Obwohl die Begeisterung im Moscone Center größer ausfiel als bei vergangenen Keynotes, gab die Aktie in Reaktion auf die Präsentation wieder nach und verlor vom Tageshoch mehr als 10 Dollar auf 439 Dollar – der Mechanismus gehört nach Keynotes bei Apple allerdings zum Börsenalltag.   

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