Steinbrück holt Ex-Bild-Mann als Sprecher

Wenn sowohl die Bild-Zeitung wie Spiegel Online der Meinung sind, eine Personalie gleiche einem "Paukenschlag", dann muss die wohl wichtig sein. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wechselt kurz vor der Bundestagswahl seinen Sprecher aus. Auf Michael Donnermeyer soll laut übereinstimmenden Berichten Rolf Kleine folgen. Der hat zwischen 2000 und 2011 das Bild-Hauptstadtbüro geleitet. Donnermeyer muss den Hut nehmen, weil die SPD-Kampagne nicht so läuft, wie die Genossen es sich wünschen.

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Bild-Journalisten sind beliebte Politikersprecher – siehe Bela Anda, siehe Georg Streiter, siehe Peter Boenisch. Nun also nach bisher unbestätigten Meldungen Rolf Kleine. Dessen ehemaliger Arbeitgeber Bild wusste als erstes Medium, dass Kleine neuer Steinbrück-Sprecher werden soll. Bisher lief es für den SPD-Kandidaten gar nicht gut im Wahlkampf. Beziehungsweise: Bisher ist vielen Deutschen vermutlich gar nicht aufgefallen, dass Steinbrück überhaupt im Wahlkampf steht.
Da sich der Kandidat nicht austauschen lässt, sehr wohl aber ein Sprecher, musste Michael Donnermeyer mit sofortiger Wirkung gehen. "Eine harte Entscheidung, die weh tut", habe Donnermeyer laut Bild an seine Mitarbeiter gemailt. Er hoffe aber, dass es zu einem rot-grünen Wahlsieg komme.

Kleine war zuletzt "Head of Public Affairs" der Immobilienfirma Deutsche Annington. Steigende Mietpreise sind eines der wichtigen Wahlkampfthemen. Ob der Wechsel Kleines von der Lobbyistenrolle in die sozialdemokratische Politik passend ist? 
Um 12 Uhr überträgt Phoenix die Vorstellung der letzten drei Mitglieder des Steinbrück-"Kompetenzteams". Die zwölf Peer-Helfer wurden mittels Salamitaktik in den vergangenen Wochen peu a peu vorgestellt. 

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