Bremer „Tatort“ verpasst den Tagessieg

Die Rekordjagd des "Tatorts" kam am Sonntag etwas ins Stocken: Der grandios düstere Fall "Er wird töten" erreichte mit 7,95 Mio. Zuschauern erstmals seit über zwei Jahren Bremer "Tatort" weniger als 8 Mio. und belegt in den Tagescharts damit nur Rang 2 hinter dem Hochwasser-"Brennpunkt". Auch im jungen Publikum verlor der "Tatort" - mit 2,51 Mio. gegen die ProSieben-Free-TV-Premiere "Transformers 3", die 3,17 Mio. 14- bis 49-Jährige einschalteten. Weitere Mitgründe für die "Tatort"-Schwäche": Formel 1 und Fußball.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Schwächster Bremer "Tatort" seit 2011
Die große Konkurrenz mit "Transformers 3", Formel  und Fußball drückte die "Tatort"-Zuschauerzahl auf 7,95 Mio. Der Bremer "Tatort" blieb damit erstmals seit Februar 2011 unter der 8-Mio.-Marke. Auch beim Marktanteil erreichte der Krimi mit 23,1% klar weniger als zuletzt. Der Film verlor damit gegen den "Brennpunkt" zum Hochwasser, den 8,39 Mio. einschalteten, bei den 14- bis 49-Jährigen unterlag er mit 2,51 Mio. ebenfalls dem "Brennpunkt" (2,57 Mio.), vor allem aber dem ProSieben-Film "Transformers 3" (3,17 Mio.). Das ZDF hatte mit seiner sieben Jahre alten "Traumschiff"-Wiederholung übrigens keine Chance auf vordere Plätze, erzielte mit 4,61 Mio. und 13,4% aber zumindest solide bis ordentliche Zahlen.

2. "Transformers 3" stellt ProSieben-Jahresrekord ein
Die Free-TV-Premiere des Hollywood-Blockbusters "Transformers 3" war für ProSieben der erwartete Erfolg. Nachdem den Film in den deutschen Kinos 2011 schon mehr als 2,5 Mio. Leute gesehen hatten, waren es auf ProSieben am Sonntag 3,78 Mio. Damit stellte der Film den ProSieben-Jahresrekord von "Thor" aus dem April ein. Auch damals sahen 3,78 Mio. zu. Wenn in einigen Tagen die endgültigen Zahlen inklusive derjenigen vorliegen, die "Transformers 3" bis dahin auch noch per Festplattenrecorder & Co. gesehen haben, dürfte er den Rekord sogar toppen.

3. Formel 1 und Fußball mit starken Prime-Time-Zahlen
Die fiktionalen Programme hatten es am Sonntagabend ungewöhnlicherweise mit zwei Sport-Events zu tun. Der Formel-1-Grand-Prix aus Kanada startete wegen der Zeitverschiebung zur besten Sendezeit um 20 Uhr und kabel eins zeigte das zweite Spiel der deutschen Fußball-Mannschaft bei der U21-EM. Das Formel-1-Rennen sahen 5,38 Mio. Fans – ein Marktanteil von 16,1%. Damit blieb der Kanada-Grand-Prix recht klar über den Vorjahres-Zahlen. kabel eins kam mit dem U21-Spiel gegen Spanien, mit dem sich das deutsche Team schon aus dem Turnier verabschiedete, in der ersten Halbzeit auf 1,34 Mio. Zuschauer und 3,9%, in Halbzeit 2 auf deutlich bessere 2,04 Mio. und 6,3%. Hier dürften diverse "Tatort"-Zuschauer nach dem Ende des Krimis in die Schlussphase des Fußballs herüber geschaltet haben.

4. Weiterhin großes Interesse am Hochwasser-Drama
Die Situation an einigen deutschen Flüssen, inzwischen vor allem an der Elbe, beschäftigt die Menschen weiterhin enorm. Abzulesen ist das natürlich vor allem am Tagessieg des "Brennpunkt", den 8,39 Mio. Leute einschalteten – ein Marktanteil von 25,9%. Doch auch auf anderen Sendern gab es starke Zahlen. So kam das "ZDF spezial" mit dem Namen "Land unter" um 19.10 Uhr auf 4,29 Mio. Zuschauer und 17,9%. Die Sender der beiden derzeit am stärksten betroffenen Regionen, mdr und NDR kamen mit ihren Infoprogrammen ebenfalls auf hohe Zuschauerzahlen. So sahen "mdr Regional" um 19 Uhr 1,21 Mio. (5,1%), "NDR regional" um 19.30 Uhr 1,05 Mio. (4,1%).

5. Sat.1, Vox und RTL II klar unter Soll
Die restlichen größeren Privatsender hatten am Sonntag das Nachsehen, blieben im Gegensatz zu RTL, ProSieben, und später auch kabel eins, klar unter ihren Normalwerten. So sahen die Sat.1-Serien "Navy CIS" und "Navy CIS: L.A." diesmal nur 1,06 Mio. und 1,13 Mio. 14- bis 49-Jährige – Marktanteile von 8,1%. Vox kam mit dem "perfekten Promi Dinner im Schlafrock" auf 800.000 junge Zuschauer und 6,4%, bei RTL II sahen den mittlerweile 26 Jahre alten Film "Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser" 660.000 (5,0%).

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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