Beim Dreh: Islamisten attackieren SWR-Reporter

Reporter des ARD-Politmagazins "Report Mainz" sind bei Dreharbeiten in Offenbach angegriffen worden. Das berichtet der SWR in eigener Sache. Bei der Attacke von "offenbar radikalen Islamisten" seien ein Reporter, ein Kameramann sowie ein Kameraassistent verletzt worden.

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Der Vorfall habe sich vor der Tauheed-Moschee in der Offenbacher Innenstadt ereignet, während das Team auf den örtlichen Imam für ein Interview gewartet habe. Anlass zum Gespräch seien Hinweise gewesen, dass sich aus dem Umfeld der Moschee eine verdächtige Gruppe junger Muslime gebildet haben soll. Nach Informationen der Reporter hätten sie Pläne verfolgt, in Syrien gegen das Assad-Regime kämpfen zu wollen.
Die jungen Männer hätten den Reporter durch Faustschläge an der Schläfe geprellt. Nach Aussagen des Kameraassistenten habe man ihn mit Fäusten und Tritten attackiert. Seine Schädelprellung sei vor Ort notärztlich behandelt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung an der Ausrüstung der Reporter.
"Report Mainz" zufolge liege der Redaktion das Videomaterial vor, das den Angriff auf Reporter Eric Beres zeigt. Zu sehen sei, "wie ein Mann in muslimischer Kleidung auf ihn losstürmt und einprügelt". "Solche Attacken sind selbstverständlich absolut inakzeptabel", sagt SWR-Chefredakteur und "Report Mainz"-Moderator Fritz Frey. "Report Mainz wird sich durch die Angriffe nicht davon abbringen lassen, zu recherchieren und zu berichten." 
Taher Nawaz, der Imam der Moschee, habe sich in einem später geführten Interview mit dem Sender geschockt gezeigt. "Die Gruppe ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten." Er sei von dem "plötzlichen Gewaltsausbruch" selbst überrascht.
"Report Mainz" wird am Dienstag, 11. Juni 2013, 21:45 Uhr, im Ersten über die Recherchen und den Angriff auf das Kamerateam berichten, kündigt der SWR an.

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